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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1881-01-01 · 1881 · page 51

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1881
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 51)
Language
German
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IRI
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48 ilire Anschauung von der Sache durch künstliche Deutungen zu retten suchten, für den wirklichen Sinn der Schrift beweist das Nichts. Die Rabbinen selbst fühlten, dass ihre Deutung nur ein Nothbehelf und der einfache Sinn ein ganz anderer sei1). Aber selbst dieser schwache Nothbehelf ist nicht immer anwendbar. So z. B. wird — lange nachdem die Zählung Davids und ihre traurige Folge allgemein bekannt war — in der h. Schrift von einer anderen Volkszählung berichtet, ohne dass auch nur der geringste Anhalt für ein Sühngeld dabei vorhanden wäre (Esra 2, 6 .(2כל הקהל כאחד ארבע רבוא וכר Es kann also nur Eins von Beiden sein. Entweder kam das Sühngeld bei Musterungen nur das eine Mal in der Wüste vor, fiel aber, nachdem es als eine feste jährliche Abgabe eingeführt war, bei den Musterungen weg, dann kann ja aber auch das Fehlen desselben bei der Volkszählung Davids nicht als Sünde angesehen werden. Oder es blieb das Sühngeld bei Musterungen bestehen und wird stillschweigend vorausgesetzt, dann steht aber Nichts im Wege, es auch bei der Volkszählung Davids vorauszusetzen. Allein in der That bestand nicht im Fehlen des Sühngeldes, sondern im Zählen selbst die Sünde Davids. Israel war von Anfang an nicht dazu bestimmt, auf Eroberungen auszugehen, sondern sollte sich auf Vertheidigung beschränken. Dazu genügte, dass jeder waffenfähige Israelit die Pflicht hatte, zu den Fahnen herbeizueilen, wenn das Vaterland welcher ihnen die Lämmer aus den königlichen Heerden geliefert wurden. In der Pesikta und im Tanchuma zu כי תשא heisst es: «Als sie arm waren, mussten kleine Sternchen* Verhalten (damit die Köpfe nicht direct gezählt würden), als sie reich wurden, traten Lämmer dafür ein». כד אינון מסכנין בבזק, נטל אבן מן כל אחד ואחד ובאבנים מנאן, וכד אינון עתירין זכיין באמריא• ף Dass בבזק wahrscheinlich ein Ortsname sei, sagt der Talmud selbt a. a. O.: ממאי דהאי בזק לישגא דמיבזק הוא ודילמא שמא דמחא הוא כדכתיב וימצאו את.אדוני י בזק בבוק auch תרגום יונתן giebt das Wort als Ortsnamen. Dass es aber mit טלאים sich ebenso verhält, bemerken schon תוספות ישנים ibid. לפי הפשט שם מקום יהוא■* vgl. auch רד״ק und 'רבינו ישעי in מקראות גדולות ed. Warschau, ebenso ]מצודת ציו• Gegen die Deutung von טלאים als «Lämmer» spricht beiläufig auch schon der Umstand, dass es ja von den Schekalim heisst: «Der Reiche soll nicht mehr, der Arme nicht weniger geben», wo sollten also ganz gleichwerthige «Lämmer» hergenommen werden? 2) Dass dieser Bericht von einer wirklichen Volkszählung handelt, damit stimmen auch die Rabbinen überein. Siehe Bamidbar rabba 2 und Pesikta und Tanchuma a. a. בעשרה מקומות נמנו ישראל ובו' ואחד בימי עזרא כל הקהל :.ס כאחד ארבע רבוא ובו'•

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