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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1881-01-01 · 1881 · page 42

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1881
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 42)
Language
German
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IRI
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89 b) Der oben schon erwähnte Ausspruch der Rabbinen: «Drei Dinge werden von der Nekromantie ausgesagt: Der Befragende hört wohl, aber sieht Nichts, der Gefragte sieht, aber hört Nichts, die Uebrigen hören Nichts und sehen Nichts» (Midrasch rabba, 3. Mos. Cap. 2 6.} hat den späteren Erklären!, auch solchen, die in der Nekromantie eine wesentliche supernaturelle Kraft erblicken, viel Kopfzerbrechens gemacht. Baal Akeda (Pforte 65) meint: «Wenn das eine bestimmte Tradition ist, dann müssen wir sie freilich hinnehmen (5 (אם קבלה היא נקבל es will mich aber bedünken, dass unsere alten Weisen blos auf diese Auskunft geriethen, weil sie sich in Verlegenheit sahen, eine richtige Erklärung für die in Rede stehende Stelle zu finden. Saul spricht nämlich zur Frau: Was siehst du? woraus also hervorgeht, dass er selbst Nichts gesehen, dagegen erzählt die Schrift, dass Saul, als er die Rede Samuels gehört, davon so erschüttert ward, dass er ohnmächtig zur Erde fiel, und darauf (V. 19): Die Frau kam zu Saul und sah, dass er sehr erschrocken war — was wiederum beweist, dass sie selbst Nichts gehört hatte — dann kamen auch die Diener Sauls schnell herbei — was dafür spricht, dass ihnen bisher jede Kunde abging. Und so legen sich denn die Rabbinen die Sache so zurecht, dass sie für die Nekromantie im Allgemeinen die Norm aufstellen: Der Nekromant sehe wohl, aber höre Nichts, der Fragende hingegen höre, aber sehe Nichts, die andern Personen sehen und hören Nichts. Doch — fährt Baal Akeda fort — woher wissen das die Rabbinen? Doch wohl nur aus unserer Schriftstelle! Allein ein Beweis, der nur aus der fraglichen, dunkeln und zweifelhaften Stelle selbst hergenommen werde, habe wohl kein grosses Gewicht1)». So weit R. Jizchak Arama in Akedat Jizchak. Ich denke mir aber die Sache anders. Wohl sind unsere Weisen bemüht, die Begebenheit zu erklären, allein bei dieser Erklärung folgen sie einer uralten Tradition. Wir werden in unserer Abhandlung (besonders in Abschn. D.) noch manchmal Gelegenheit nehmen nachzuweisen, dass, wenn auch die Rabbinen in der Beurtheilung mancher Vorkommisse und Erscheinungen oft in den eingerichteten Wohnung wohl dafür gesorgt haben wird, dass dieser Versteck jedem Unberufenen verborgen blieb. Uebrigens hat man ja nach Dem, was über die Bauchrednerkunst von mir angeführt worden ist, nicht gerade nöthig, an einen Gehülfen zu denken, die Frau allein konnte die Stimme Samuels nachgeahmt haben. •יראה שאין להביא ראי' ממקום הספק עצמו(‘

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