Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1881
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 39)
- Language
- German
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36 sei von Hallucinationen befallen gewesen. Und wenn das an2unehmen wäre, warum sollten alsdann Solche Sinnestäuschungen ihn nicht auch in seinem Hause, wenn er einsam und schwermüthig über das Traurige seines Geschickes hinbrütete, heimgesucht haben? Warum hörte er nicht auch da eine prophetische Stimme in seiner Einbildung? Warum warteten alle diese Wahrnehmungen auf die Wohnung der Zauberin? Und wie lässt es sich denken, dass ein Mann wie Saul, wenn er wirklich Nichts, auch nicht das Geringste mit seinen Sinnen wahrgenommen haben sollte, so weit gehen würde, sich einen vollständigen Dialog zwischen sich und Samuel einzubilden mit klaren, bestimmten und unzweideutigen Ausdrücken? Wir müssten Saul dann schon für einen ganz unzurechnungsfähigen Menschen halten, was doch wohl nach allen Berichten der Schrift nicht anzunehmen ist. Die Sache verhält sich aber so. Diese Gelehrten (Maimonides und Gersonides) wussten in der Nekromantie nicht Bescheid, und darum legten sie sich den Vorgang bei dem Akte der Todtenbeschwörung nach ihrer Weise zurecht, was aber rein auf Erdichtung beruht». Nun, die meisten dieser Fragen Abarbanels Hessen sich unschwer beantworten. Doch wollen wir das vorläufig auf sich beruhen lassen. Wir geben ihm das Eine zu, dass M. und G. in der Nekromantie nicht Bescheid wussten, denn die sogenannten Schwarzkünstler hielten ihre Kunstgriffe sehr geheim. Um so mehr gereicht es aber diesen Gelehrten zur Ehre, dass sie sich nicht beirren Hessen, dass sie auf ihren gesunden Menschenverstand mehr gegeben als auf die Vorspiegelungen der Gaukler und Betrüger1). Es gereicht ihnen zur Ehre, dass sie bei ihrer Exegese nicht wie Abarbanel verfahren sind, der — obschon sonst oft so geistreich — hier von Ammenmärchen sich leiten Hess, und zwar von so albernen, dass er selbst fühlt und zugeben muss, sie scheinen unglaüblieh, die aber dennoch nicht ohne Einfluss auf ihn geblieben sind2). ') Wenn übrigens Abarbanel die Anschauungen M.’s und G.’s in dieser Beziebung für identisch hält, so ist das ein Irrthum. Diese beiden Gelehrten weichen in ihren Ansichten über □Dp im Allgemeinen und über אוב insbesondere von einander ab, was im Abschn. F. noch erörtert werden soll. Ebenso soll dort noch besprochen werden, woher es kommt, dass Laniado die Erklärungen M/s und G.’s unrichtig aufgefasst hat. ואיך נכחיש המעשה הזה ועוד היום העידו אנשים חכמים וידועים אשר ראו ל אנשים ידעו להקים ולהעלות אנשים הרוגים ע״י חרב לשמור את בהמתם בלילה וישמר אותם וכל זאיבי יער סביבותיהם לא יגעו בהם וההרוג הולך סביבם ומצילם ועם שזה רחוק