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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1881-01-01 · 1881 · page 15

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1881
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720951--014-2723499
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12 hebung, sondern es ist die Pflicht jeder Minorität, die da weiss, dass man sie scharf beobachtet, ja sogar den Fehltritt eines Einzelnen auf ihre Gesammtheit überträgt, und die ihre Achtung in den Augen der Majorität und die Achtung vor sich selbst nicht einbüssen will, es ist ihre Pflicht, sage ich, dass sie nach dem Höchsten ringe.» «In diesem Sinne» — fährt er fort — «erkannten unsere Altvordern in der mosaischen Anordnung der שקלים eine Erb- Weisheit, die es verdient, permanent zu werden; darum führten sie eine alljährliche Halb ־ Schekel - Abgabe (auch ohne Zählung) ein, und so ist uns heute noch durch das Verlesen des betreffenden Abschnittes am Sabbat Schekalim ein Andenken an diese treffliche Einrichtung geblieben 1)». Verlassen wir jetzt die Schekalim־Frage und wenden wir uns der Stelle zu, die von Bileam erzählt (4. Mos. Cap. 2 2 ff.), und aus der hervorzugehen scheint, dass der Pentateuch den Glauben an Magie nicht verwirft, da ja Gott erst den Fluch Bileams in Segen verwandeln musste2). Freilich, wenn wir mit den Rabbinen annehmen, dass Bileam ein Prophet war, dann gehört dessen Geschichte in ein ganz anderes Gebiet; allein die prophetische Begabung Bileams wird schon von den Alten sehr eingeschränkt, und Nachmanides meint mit Recht (ibid. Vers 31), dass, wenn Bileam wirklich ein Prophet gewesen wäre, die Schrift nicht bei seinem Tode so verächtlich von ihm gesprochen und ihn das Buch Josua (13, 2 2) nicht schlechtweg קוסם genannt hätte (ואת בלעם בן בעור הקוסם הרגו בחרב); man müsse daher annehmen, dass er thatsächlich nur ein קוסם war und dass neben dieser Eigenschaft seine ganze Prophetie auf einige zu Ehren und Nutzen des israelitischen Volkes ihm gewordene Offenbarungen zurückzuführen sei, ähnlich wie solche dem Abimelech zu Ehren Abrahams und dem Laban *) Zu bemerken ist noch, dass sowohl רמבם in seinem Jad hachasaka und im Sefer hamizwoth, als auch סמ״ג und Sefer hachinuch die מצות שקלים einfach als eine jährliche Abgabe anführen, das Sühngeld bei Volkszählungen aber gar nicht erwähnen. In בה״ג und סמ״ק habe ich מצות שקלים gar nicht gefunden (vermuthiich weil es eine מצוד. שאינה נוהגת אלא בזמן שבהמ״ק קיים ist). Doch wird in der Vorrede des בה״ג aufgezählt: חלה׳ בכורים, שקלים, also jedenfalls blos als Abgabe für das Heiligthum. s) 5. Mos. 23, 6. ויהפך ד אלהיך לך את הקללה לברכה , allerdings nur den Fluch, den Bileam unausgesprochen im Herzen hatte שהיה בלב בלעם (Ibn-Esra).

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