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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1880-01-01 · 1880 · page 124

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1880
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 124)
Language
German
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120 Teraphim anzuschaffen, um mit denselben Zauberei zu treiben1). Ja selbst als Zeichen der Erinnerung ah den wahren Gott sind silberne oder goldne Bilder untersagt, da es Menschen giebt, die irrgläubig sie selbst für Götter halten. Wohl seien die zwei Cherube auf der Lade angeordnet worden, aber nur als Zubehör des Gott geweihten Sitzes (לישיבתו נעשו) und als Abbilder der Cherube am himmlischen Gottesthrone, den der Prophet geschaut (Jechesk. Kap. 1 u. io), keinesweges aber als Gegenstände der Anbetung2). «Höre Israel», rufe Mos eh seinem Volke zu, «der Ewige ist unser Gott» allein und kein anderer mit ihm; «der Ewige ist Einer» auch für unsere Anbetung, und keine andere Macht gesellen wir ihm zu, und wäre es auch nur zum Behufe der Wahrsagerei3). 4. Astrologische, Vorstellungen liegen R. Samuel wohl ebenso fern, wie seinen Landesgenossen in damaliger Zeit. Ausdrücke, die ursprünglich allerdings einen solchen Sinn hatten, sind in seinen Commentaren in abgeblasster, verallgemeinerter Bedeutung zu nehmen4). VI. Die biblische Sittenlehre in ihrer Einfachheit und Verständlichkeit giebt RSBM bei der knappen Darstellungsform seiner Bibel-Commentare wenig Gelegenheit zu eignen Gesichtspunkten und Zuthaten. Für drei getrennt von einander vorkommende Gesetze nimmt er einen gemeinsamen ethischen Grund an, für das Verbot der Speisebereitung aus Fleisch und Milch, der Schlachtung des Jungen und des Mutterthieres an Einem Tage und der Mitnähme der Vogelmutter bei der Aushebung eines Nestes. Es ist schimpflich, sagt er, es zeugt von hässlicher Gier und Gefrässigkeit, Altes und Junges zugleich zu verschlingen. Die h. Schrift wolle uns aber zu einer gesitteten Weise, zu einem auf guter Erziehung beruhenden Verhalten anleiten5). ג) Zu 5. Mos. 5, 7. 2) Zu 2. Mos. 20, 23. 3) Zu 5. Mos. 6, 4. 4) Das aus dem Talmud her geläufige Wort מזל scheint bei RSBM nur «Lebensgeschieh» zu bedeuten. An der wunderbaren Fügung Gottes soll Isaak erkennen, dass Rebekka ihm zur Lebensgefährtin (Schicksalsgefährtin, בת מזלו) bestimmt sei: zu 1. Mos. 24, 66. — Der ängstliche Kriegsmann kehre vor der Schlacht heim, wenn er es für ein böses «Geschick» (מזל) hält, dass er von seinem neuen Hause, Weinberge oder Weibe habe in den Kampf ziehen müssen, um vielleicht nie wieder heimzukehren: zu 5. Mos. 20, 5. ף zu 2. Mos. 23, 19 (דרך תרבות); zu 5. Mos. 22, 6 (דרך ארץ)•

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