Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1880
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 91)
- Language
- German
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- Rashi 2× ep/1002670
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87 Regel, dunkle Ausdrücke aus dem Zusammenhänge zu erklären, hat er — gleich den Genossen seiner Schule seit Raschi — aus Menachem entlehnt, wie die Wiederholung der darauf bezüglichen Redewendungen aus dessen Wörterbuch zeigt1). — In Bezug auf bestimmte, oft wiederkehrende Ausdrücke spricht er Regeln für die Feststellug ihrer Bedeutung aus2). — Im Bereiche der Wortbildung gilt es ihm als Regel, dass Eigennamen nicht ganz nach gleichen Gesetzen wie andere Wörter gebildet zu werden pflegen3). — Endlich bereichert er die Satzlehre durch die Entdeckung der aufschiebenden Gliederung4) und der kreuzweise (chiastisch) geordneten Verhältnissglieder5). II. Exegetischer Natur ist die Regel, den Accenten hinsichtlich der Verbindung und Trennung der Wörter einen entscheidenden Einfluss beizulegen6); ferner die andere, auf untergeordnete Dinge, wie einen Buchstaben mehr oder weniger sowie die Bedeutung der Eigennamen und unwichtiger Wörter vom Standpunkte einer dem Wortsinne einfach folgenden Schrifterklärung nicht allzuviel Gewicht zu legen7). Hieran schliessen sich die allgemeinen Bemerkungen über die Angaben in der h. Schrift, welche lediglich die Zeitfolge ersichtlich zu machen bestimmt seien8), und über die Wahl eines der vielen Gottesnamen je nach dem Zusammenhänge der Rede9), sowie die Regeln, es sei Vieles ף Zu dem S. I5 A. 4 genannten Ausdrucke wären noch hinzuzufügen לפי הענק zu 1. Mos. 30, 20 und sonst; ענינו יורה עליו zu Est. 3, 12. ף Ueber עד היום .zu!. Mos. 19, 37; über 22 ,21 בעת ההיא; über אחר הדברים 22 האלה, I; über כי nach לא zu I. Mos. 18, 15 und 4. Mos. 20, 19; über 1»׳מלאך ד so oft der Gottesname einem Redenden beigelegt wird, der selbst von Gott spricht: zu I. Mos. 18, 1. 13. 14. 16. 20. 26; 19, 24; 2. Mos. 3, 4; 13, 21 (wegen לא ימיש V. 22) und 14, 19; 19, II; 24, 1. Befremdlicher Weise wird auch umgekehrt ואל תאמר לפני המלאך Koh. 5, 5 ohne Weiteres 'ואל תאמר לפני הק erklärt. 8) Zu 1 בא גד. Mos. 30, II. 4) S. 18 A. 5 und weiter unten. 5) Zu 2. Mos. 2, 6 an dem Beispiele 1. Sam. I, 5 nachgewiesen. 6) פסק יש בנתיים zu 1. Mos. 18, 2r; zu 4. Mos. 13, 2; zu מסבן Kok. 4, 13. — Ueber Raschi in dieser Beziehung s. Zunz, Ztschr. 292 f. 7) Zu 1 ואיה וענה.Mos. 36, 24: die abweichende Schreibung 1 איה וענה. Chr. I, 40 und Aehnliches verdiene eine eingehende Untersuchung nicht; auch nicht, ob ימים das. Thiere oder Menschen bezeichne; zu V. 39, was der Name מי זהב bedeuten möge, darüber grüble er nicht sonderlich. Vgl. ob. S. 21 A. 2. 8) Zu שבע עשרה שנה p 1 יוסף. M0s. it, 2. 9) Zu 2. Mos. 23, 17.