Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1880
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 77)
- Language
- German
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- Job 1× ep/1005326
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73 Uebereinstimmung* und Abweichung der beiden im Alter nicht nothwendig* verschiedenen Genossen in Sachen der Exegese war bei ihrer engen Verbindung־ ohne Zweifel auch da vorhanden, wo die Rücksicht auf einander nicht angegeben wird1). Anführung und Beziehung, Zustimmung oder Ablehnung müssen aber als gegenseitig gedacht werden, wie wir ja an früheren Stellen auch eine Benutzung des RSBM durch K. ganz deutlich erkannt haben2). So kommt es denn vor, dass in Fällen der Ueberem־ Stimmung Beider nicht immer mit Sicherheit festzustellen ist, wem der Vortritt zuzusprechen sei3). Veröffentlicht ist von den exegetischen Arbeiten Kara’s nur ein Theil4); das Meiste ist in Handschriften zerstreut, über welche ף Ein interessantes Beispiel dieser Art dürfte RSBM zu 1. Mos. 25, 25 sein, wo er אדמוני mit «roth» (roux) zu erklären nötliig findet und zu V. 30 das., wo er den Namen אדום auf die Farbe Esau’s und der Linsen zugleich bezieht. Was bewog R. Samuel zu diesen Erklärungen? — Ich glaube, die befremdliche Thatsache, dass das Kind nach der ausdrücklich in V. 25 angegebenen Farbe nicht sogleich אדום, sondern עשו benannt wurde, hatte Kara (bei Berl., PI. So/, hebr. p. 15) veranlasst, אדמוני eine ganz neue Bedeutung «mannbar», «gereift» (von אדם) mit Beziehung auf den behaarten Körper des Kindes zu geben, um eben diesem Namen dieselbe Bedeutung wie dem Namen עשוי ונגמר בשערו עשו (RSBM) d. h. der «Fertige» zu geben. R. Samuel hält diese Auskunft für überflüssig, hebt daher im Gegensätze dazu die gewöhnliche Erklärung von אדמוני hervor und beseitigt die Schwierigkeit durch die doppelte Beziehung, die er dem Worte אדום in V. 30 giebt, wonach dort die Angabe der Farbe in V. 25 nachträglich begründet erscheint. — Ygl. übrigens auch S. 19 A. 7, wo RSBM eine Auffassung Kara’s weiterführt. ף S. 13 A. 4; S. 14 A. 4; S. 15 A. 6. 3) Die exegetische Regel, Vieles sei wegen späterer Fälle in der h. Schrift vorsorglich bemerkt, findet sich, wie wir noch sehen werden, bei RSBM ausserordentlich häufig, aber nicht selten auch bei K., wie Geiger (Beitr. S. 27 A. 3 und Parsek• hebr. 32) und Berliner {PI. Sof. deutsch S. 23 unten) gezeigt haben. 4) Dessen Beiträge zur Erklärung des Pentat. hat Berliner, Plet. Sof. hebr. p. 12—25 und 49 am umfassendsten gesammelt. Die Bruchstücke bei Geiger, Nit. naam. p. I —16 sind (nach Kirchheim, Literaturbl. des Orients 1848 S. 435—437 und Berliner, PI. S. deutsch S. 20 f.) nur theilweise von K. — Einzelnes theilt Kjrch- HEIM selbst mit a. a. O. und das. 1844 S. 232, 250—253. — Der Commentar ztt Hosea erschien in Breslau 1861 in 40, der zu Ijob in Frankel’s Monatschr. 1856, beide aus Cod. 104 Semin. (27 Saraval). — Von den durch Huebsch herausgegebenen Commentaren zu den fünf Megillot (S. 19 A. 7; S. 20 A. 1) lautet der zu Kokelet wörtlich gleich demjenigen in Cod. 104 Semin.; die zu Put, Klgl. und Ester hingegen zwar gleich den Mittheilungen aus Kara in Cod. 32 Hamb., herausgeg. von Jellinek (S. 20 A. 1), aber nur ähnlich und in keinem Stücke ganz gleich ist der Commentar zu den Klgl. dem in Cod. 104 Semin. dem K. zugeschriebenen, dem wiederum ganz gleichlautend ist der Comm. zu d. Klgl. in der Ausgabe der Hagiographen mit Commentar en, 5*