Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1880
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 69)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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65 1. Menachem Ibn Saruk b. Jakob aus Tortosa (um 950), wohnhaft in Cordova und berühmt durch sein Wurzelwörterbuch der hebr. Sprache, Machberet genannt1), das auch Gegnern Staunen und Anerkennung abnöthigte. Es ist indessen bekannt, dass dieser in seiner Art erste Versuch einer vollständigen Zusammenfassung des ganzen biblischen Sprachschatzes neben grossen Verdiensten noch erhebliche Mängel aufweist, grösstentheils hervorgerufen durch eine ungenügende Ermittelung der Wurzellaute in denjenigen Wortformen, worin vokalisch gewordene, assimilirte, zusammengezogene oder abgeworfene Laute nicht so leicht zu erkennen waren, ferner durch eine unvollständige Beobachtung der Flexionsformen, deren Hülfslaute Menachem zuweilen für Wurzellaute galten. Neben richtigen werden oft falsche, neben drei- und mehrlautigen auch zwei-, ja einlautige Wurzeln angenommen, wobei Verschiedenartiges vereinigt und Zusammengehöriges getrennt wird2). RSBM ist, wie sein Grossvater und die anderen Schrifterklärer Nordfrankreichs, mit diesem Werke bestens vertraut, steht demselben jedoch noch selbständiger gegenüber als Raschi. Dies wird sich später an so manchem Beispiele zeigen. Hier sei nur bemerkt, dass R. Samuel in seinen Commentaren Menachem wiederholentlich nennt, sei es um ihm zu folgen3) oder auch um ihn zu bekämpfen oder doch von ihm abzuweichen4); ferner dass M. einen erkennbaren Einfluss auf seine Darstellung5 * * 8) und auf seinen Sprach- מחברת מנחם ף ed. Filipowski, London 1854. 2) Z. B. ist ihm אל (p. 32a) Wurzel für ארה, אור und ארד zugleich; — כר VI (p. 109 b) und נכר n (p. 123) sind ihm zwei Wurzeln statt verschiedener Conjugationsordnungen des Einen נכר; — p I (p. 185a) und ת IE (p. 186b) sind ihm zwei Wurzeln statt verschiedener Formen von ״ נתן ף Zu 3. Mos. 19, 20 כך פתרוהו רונש ומנחם (Machberet unter בקר m p. 47b und Teschubot des Dunasch p. 53 unten). 4) Zu I. Mos. 50, 2 in Bezug auf חנט I p. 91a Filip., wogegen schon Dunasch, Einwürfe p. 66 Widerspruch erhoben hatte; zu 2. Mos. 27, 9 Anf. פי* מנחם Hdschr., Ausgg. fälschl. פי/) פי/ ר* מנחם falsch! פ*ר gelesen und in S *פי aufgelöst); zu 3. Mos. 26, 21 gegen קר II p. 158a; zu 4. Mos. 6, 3 gegen שרת p. 182a (auch Dunasch in den Einwürfen gegen Saadia § 59 p. 19 ed. Schröter eignet sich hierin Me- NACHEM’s Auffassung an; RSBM bekämpft also, ohne es zu wissen, auch Dunasch unter Benutzung gerade von dessen Einwürfen gegen!Menachem zu שריתך p. 36); — zu 4 ולצנינים. Mos. 33, 55 geg. 1 צן p. 150b. 8) Das alphabetische Verzeichniss der Verben im Hitfael zu 2. Mos. 9, 17 folgt dem Vorbilde, das M. in den (theilweise unvollständigen) alphabetischen Beispielen fiir die einzelnen Spracherscheinungen in der Einleitung zum Machberet von p. 1 an gegeben hat. 5