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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1880-01-01 · 1880 · page 61

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1880
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 61)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720953--060-2723371
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57 IV. Verse am Schlüsse des Commentars zum ersten und zum dritten Buche Mos.1), von einem ungenannten Abschreiber herrührend und von derselben Art wie die Verse am Schlüsse des Raschi-Commentars zu einem Wochenabschnitte des dritten Buches Mos. 2). Alle diese fremden Bestandtheile müssen bei der Feststellung des literarischen Zusammenhanges, des Charakters und des wissenschaftlichen Standpunktes der von R. Samuel auf uns gekommenen Schrifterklärung ausgeschieden werden. Zweites Kapitel. Literarische Beziehungen. Die Schrifterklärung R. Samuel’s bezeichnet den Höhepunkt der exegetischen Thätigkeit im nördlichen Frankreich. Die Erkenntniss seiner Quellen, der von ihm benutzten Vorarbeiten und der einschlägigen Leistungen seiner Zeitgenossen eröffnet uns einen Blick in die geschichtliche Entwickelung der zu immer grösserer Vollendung sich emporarbeitenden Exegese in den jüdisehen Gelehrtenkreisen seines Landes. Samuel b. Meir dient uns hierin selbst zum Führer, indem wir die von ihm genannten oder benutzten Gewährsmänner, mit Uebergehung der in den fremden Zuthaten vorkommenden Anführungen, nach der Zeitfolge und den hier in Betracht kommenden Seiten besprechen. A. Die heilige Schrift ist als Quell und Mündung, Ausgangs- und Zielpunkt aller Schriftauslegung in erster Reihe zu nennen. RSBM ist im Bereiche derselben ausserordentlich heimisch. Aehnliehe oder entsprechende Stellen, Beweise oder Belege aus derselben stehen ihm fast immer in überraschender Trefflichkeit und Fülle zu Gebote; nur äusserst selten ist er genöthigt, zu nachbiblischen oder selbstgebildeten Beispielen seine Zuflucht zu nehmen3). Er führt zumeist nach Abschnitten an, die entweder *) Die Verse am Schlüsse des 'ersten Buches Mos. sind sehr fehlerhaft in den Ansgg. gedruckt; die am Ende des dritten Buches sind in Frankel’s Mtschr. 1865 S. 421 mitgetheilt, aber durch Fehler beim Abdruck entstellt. 2) Zum WA אמרר. Diese letzteren Verse sind noch nicht veröffentlicht worden. 3) Z. B. וי ועזב als Hophal von ישב zu 1. Mos. 50, 26; יקנני zu 2. Mos. 2, 10; ישתבח׳ יתגדל׳ יתברך aus den alten Gebeten und מצטרף aus der Mischnah zu 2. Mos. 9, 17 (das. ist wohl שכר משתכר st. שבר משתבר zu lesen); כעשרת zu 2. Mos. 11, 4 ist wahrscheinlich aus dem damals üblichen Paradigma עשה für die Verben יל״ה תכלוהו... תצווהו zu 2. mös. 12, 14; — לעלה und לברה zu לברם Koh. 3, 18. 4*

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