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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1880-01-01 · 1880 · page 57

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1880
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 57)
Language
German
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53 waren, eine neue Wendung in der Gestaltung desselben herbeizuführen, der oben bereits angeführte Moses Mendelssohn und Wolf Heidenheim (st. 1832). Allein für M. war diese Arbeit des R. Samuel nur ein Hülfsmittel zur Herstellung desjenigen Pentateuch- Commentars, den er in Gemeinschaft mit Gelehrten seiner Umgebung unter dem Namen Biur zugleich mit seiner Ueber- Setzung erscheinen liess, und von Heidenheim’s Ausgabe erschien nur ein geringer Theil und war überdies ohne Einblick in die seit M. verschollene Handschrift zu Stande gekommen. Dennoch haben beide Männer in vielen Einzelheiten des Wortlautes ihre Spuren zurückgelassen. I. Mendelssohn gebührt das Verdienst, auf die Bedeutung des RSBM als Schrifterklärer sowie auf die Handschrift des Pentateuch -Commentars und deren Werth zuerst hingewiesen zu haben1). Er stellte diese seinem Mitarbeiter am Biur, Salomo Dubno (st. 1813), welcher das erste Buch Mos., den ersten Wochen- Abschnitt ausgenommen2), bearbeitete, zur Verfügung. Diesem Umstande sind eine Anzahl von Berichtigungen zu verdanken, die Dubno bei gelegentlichen Anführungen nach der Handschrift mittheilte3), wiewohl er nicht immer vollen Gebrauch davon machte4). Auch an eignen Vermuthungen lässt D. es nicht fehlen, zum Theil gelungenen5), zum Theil irrenden6). Die Benutzung des besprochenen Supercommentars ist bei D. deutlich zu erkennen7). Aber" auch Mendelssohn selbst verbesserte die Lesarten bei RSBM durch einleuchtende Aenderungen8), in einzelnen Fällen thaten seine anderen Mitarbeiter ein Gleiches9). *) Hebräische Einleitung zur Pentateuch-Ausgabe, Berlin 1783. 2) Diesen erklärte M. selbst. 3) Z. B. zu 1. Mos. 26, 23 מהם statt משם der Ausgg.; — 33, 18 urspr. Ordnung nach d. Hdschr. (S. 41 A. 3); 35, 8 ein aus Versehen ausgefallenes Ortsverzeichniss (S. 41 A. 1). 4) Zn 1. Mos. 32, 5 (S. 35 A. 4); zu 48, 17 wird die Rückversetzung der ed. Amst. (S. 39 A. 7) unverändert beibehalten. 5) Zu 1. Mos. 45, 27 כי העגלוח richtig hinzugefügt vor אינן יוצאות. Andere Beispiele s. S. 32 A. 2 und sonst. 6) wie מה שיארע יארע für das hdschrfti. מה שאירע יארע zu 1. Mos. 43, 14. 7) Zu I. Mos. 24, 57 (S. 45 A. 1). Hingegen 48, 17 שלא (S. 49 A. 2) kann D. allerdings auch aus ed. Frkf. v. 1746 entnommen haben. 8) In dem von M. selbst verfassten Biur zu 2. Mos. setzt er zu 7, 26 in der aus RSBM angeführten Stelle die in d. Hdschr. fehlenden Worte בחשך לא התרה hinzu; zu 29, 2 verbessert er das fehierh. וגם שמו היה כן zu וגם שמן היה בו• ö) Ahron Jaroslaw im Biur zu 4. Mos. 9, 2 liest richtig מצותו statt des fehierh. מצות•

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