Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1880
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 39)
- Language
- German
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35 von Handschriften Vorkommen, theils an Eig*enheiten der Schreibweise, die im neuhebräischen Schriftenthume besonders häufig sind. a) Die gewöhnlichste Ursache von Fehlern der ersten Art ist die Unleserlichkeit der Vorlage, welche einerseits zu absichtlicher Weglassung des Unermittelten mit gewissenhafter Andeutung der Lücke1) oder mit Beseitigung jeder Spur2), andererseits zu falschem Ersatz durch ähnliche Wörter3) führte. — Aber auch die Verbesserung von Fehlern, Ergänzung eines Ausfalles oder Erläuterung selten gewordener Ausdrücke durch Worte am Rande oder zwischen den Zeilen ohne Aus- Streichung des Fehlerhaften sowie ohne Angabe über Ort und Zweck des Hinzugesetzten gab Anlass zu neuen Fehlem in unserer Handschrift und in deren Quellen, wenn unaufmerksame Abschreiber Fehler und Berichtigung zugleich aufnahmen und wie friedliche Nachbaren neben einander stellten4), wenn sie zum dunklen das erläuternde Wort hinzufügten5), wenn sie Wörter und Sätze an eine falsche Stelle rückten6). ג) Wie das Wort מותו zu 1. Mos. 41, 50 (ergänzt in ed. princ.) und תמחי zu 5. Mos. 32, 18 (v. Sal. Pos. bemerkt). ף so zu 5. Mos. 32,10b ׳והמפרש בהקף עננים אינו wo אלא טועה oder Aehnliebes weggelassen worden ist. Andere Beispiele mögen sich unter den S. 32 A. 2 genannten noch befinden. 3) Hierher sind wohl manche Beispiele aus S. 32 A. 1, S. 33 A. 2 und sonst zu ziehen. ף So zu 1. Mos. 32, 5 ׳והשלוחים לא ידעו יוד ע ין דאגתו של יעקב wo ידעו vermuthlich eine Berichtigung für das fehlerhafte ]יודעי war und vom Rande einer Vorlage neben dasselbe bei der Abschrift gesetzt worden ist. Ein Leser der Hdschr. bezeichnete aber gerade ידעו durch Punkte als überflüssig und so blieb, dadurch veranlasst, in der ersten Ausgabe ]׳יודעי der ursprüngliche Fehler, wieder allein stehen und alle späteren mir bekannten Ausgaben haben also die sprachwidrige Verneinungsform ]לא יודעי ohne Scheu wiederholt. Nur Salomo Dubno im Biur z. St. ändert stillschweigend ]׳לא היו יודעי ohne hier den Wink der Handschrift zu benutzen oder zu verstehen. 5) Zu 3 כי יפליא• Mos. 26, 2: ׳יבדיל במו לשון מפרש wo das ursprüngliche ׳לשון bei RSBM sehr gewöhnlich, für Leser späterer Zeit durch das allbekannte כמו wahrscheinlich am Rande erklärt war. 6) 1 בקרית ארבע. Mos. 23, 2 wird mitten zwischen den Stücken zu V. 4 erklärt; die Worte: 'הירןו טעמו למטה ברי״ש וגו zu 1. Mos. 32, 26 gehörig, sind in der Hdschr. zwischen die Erklärungen zu כי עלה השחר und zu כי א□ ברכתגי in V. 27 gerathen, was dann in den Ausgg. zu weiterer Irrung geführt hat (S. 39 A. 7); ואחות לוטן תמנע!. Mos. 36, 22 ist hinter v. 24 erklärt; 22 ,!4 בגדי שש vor ויפקד