Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1876
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 55)
- Language
- German
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…/2720904-2720961--054-2722996- Visual Library
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51 die Möglichkeit und die Weise einer beabsichtigten Handlung zu prüfen 1). Diese einheitliche Seele nun, deren Kräfte oder Theile 2) hier angegeben worden, verhält sich zum Geiste wie die Materie zur Form. Sie hat also nur die Bedeutung einer Anlage 3), deren Verwirklichung der Geist erst herbeiführt4). Doch — schliesst M. — das Nähere über Form, Materie, Denkvermögen u. s. w. gehört nicht hierher, weil es zu unserer Darstellung der Ethik nicht erforderlich ist. — Wenn M. ungeachtet dieser Schlussbemerkung das Verhältniss von Form und Materie auf den zu wirklicher Erkenntniss fortge- ‘) alfababi a. a. 0.: והכה המדבר הוא אשר בו יאחוז האדם החכמות והמלאכות׳ ובו יבדיל בין הנאה והמגונה מן הפעולות והמרות׳ ובו יחשוב מה שראוי שיעשה ושלא יעשה׳ וישיג בו כמו כן המועיל והמזיק והערב ובלתי ערב• והמדברת ממנה עיונית וממנה מעשית׳ והמעשית ממנה מלאכתית וממנה מחשבית• והעיונית היא אשר בה ואחוז האדם ידיעת מה שאין מדרכו שיעשהו אדם כלל׳ והמעשית היא אשר בה ידע מה שדרכו שיעשהו אדם ברצונו• והמלאכתית ממנה היא אשר בה ואחוז המלאכות והאומנות• והמחשבית היא אשר בה יהיה ההשתכלות והמחשבה בדבר ממה שראוי שיעשה או שלא יעשה• 2) או איגזאהא• Tibb.: •(או חלקיה =) וחלקיה ׳^אסתעדאד (’ Tibb.: ההכנה *) Das wirkliche Denken (׳»1עקל ב^פעל Tibb.: השכל בפועל Aß»־• H, 4), welches mit Hülfe des die Form spendenden wirkenden Geistes (^קל העזכל הפועל׳ ^פאעל, des tcoit)t״cös, der aber von den arabischen Peripatetikern als das für uns nächste geistige Mittelwesen der sublunarischen Welt betrachtet wurde; 3. z. B. alfarabi’s Princip. S. 2) die geistige Anlage, das eben nur mögliehe Denkvermögen der menschlichen Seele (השכל החי ולא ני, ^עקל* ^היולאני vous bhvJjQ des Alexander VON aphrodisias) mit einem Erkenntnissinhalte erfüllt und ihm dadurch erst Realität und Hnvergänglichkeit sichert, verhält sich zur menschlichen Seele und deren Kräften, wie diese wiederum zum menschliehen Körper (maim., Jes. fiat IV, 8; Mor. II, 4 mit III, 8). Aristoteles hatte die Seele für die Form (el&os) und das ursprüngliche Lebensprincip (svxeXsysia) des Körpers erklärt (De an. n, 1, 4 f.). plotin ging auf Grund der seit ALEXANDER VON aphrod. herrschend gewordenen Annahme einer hylischen Vernunft weiter und erklärte den Geist für die Form der nur als Möglichkeit (Materie) vorhandenen Seele (s. zeller III2, 2 S. 518). Einen Ansatz hierzu gab allerdings schon aristoteles, jedoch mit dem wohl zu beachtenden Unterschiede, der in seiner Eintheilung der menschlichen Vernunft begründet ist. Unterscheidet er doch schon bekanntlich zweierlei Vernunft, eine wirksame und eine leidende (vous 7101^x1x6^ und 7ra$Y]Tttt&<;), und setzt sie zu einander in das Verhältniss der kvspYsia. zur ouvap.tc oder der Kunst zu ihrem Stoffe (De an. III, 5). Das Weitere s. unten S. 57, A. 1. 4*