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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1876-01-01 · 1876 · page 39

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1876
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 39)
Language
German
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35 zerfällt*); die letztere heisse auch menschliche Philosophie (פילוסופיה 2(אנושית) oder politische Wissenschaft (3(החכמה המדינית). Nachdem er sodann die drei Disciplinen des theoretischen Gebietes — Mathematik, Physik und Metaphysik — angegeben und erläutert hat, theilt er die politische Wissenschaft («Politik» im weiteren Sinne) in vier Theile: I. Wissenschaft von der Selbstleitung (הנהגת האדם נפשו), Ethik; II. Wissenschaft von der Hausverwaltung (הנהנת הבית), Oekonomik; III. Wissenschaft von der Staatsregierung (הנהגת המדינה), Politik im engern Sinne4); IV. Wissenschaft von der ßeichsregierung (הנהגת האומה הגדולה או האומות), Politik in grösserem Umfange5). *) Die «Kunst» als dritter Theil ist M. wohlbekannt (Percik. I); er übergebt sie hier, wie zuweilen auch abistoteles (z. B. Met. II, 1; De an. III, 10). 2) ף׳ [AEpl xa av&pumva cptXoaocpta (aBIST. NE. X, 10 g. E.). 3) Politische Wissenschaft oder «Politik im weitern Sinne» ist der von abist. eingeführte Name für das ganze Gebiet des praktischen Lebens, welcher Ethik und Politik — diese im engern Sinne — umiasst, Die letztere sei die Wissenschaft von dem Handeln für ein Ganzes und zerfalle in Gesetzgebung (vopioOeataj, politisches Wirken als Staatsmann und Richter («Politik» im engsten Sinne) und Verwaltung des Hauswesens (ofoovoj«a}; s. NE. VI, 8. 4) Die N e b e n Ordnung der Ethik, Oekonomik und eigentlichen Politik, als Theile der umfassenden politischen Wissenschaft, findet sich auch bei gazzali (Wage p. 60) und abb. ibk daud (Em. mm. III, p. 98). Es ist die Eintheilung der späteren Peripatetiker und Neuplatoniker (zelleb, Philosophie d. Griech. III5*, S. 123); die Aristotelische s. oben A. 3. 5) Diese vierte Disciplin scheint M. von alfababi entlehnt zu haben. Derselbe unterscheidet (Princip. S. 32) drei Stufen vollkommner Genossenschaften (1 2(קיבוצים a) die grösste und vollkommenste, die aus mehreren Nationen bestehe (bei M. או האומות); b) die mittlere, die aus Einer Nation bestehe (M. י(האומה הגדולה c) die kleinste, das Land (M. המרינה)• Die noch geringeren Umfanges sind, wie Städte, Ländestheile und dergl., seien unvollkommen. So alfababi. — Umgekehrt hatte abistoteles eine Stadt und deren Bezirk für den vollkommensten Staat, jeden Umfang aber, der die Uebersichtlichkeit und gegenseitige persönliche Bekanntschaft ausschliesse, für einen Mangel erklärt (Pol. VII, 4. 5). alfababi erkennt diesen Mangel auch, lässt ihn aber als solchen nur im oehlokratischen Staate gelten (Princip. S. 58), während er dem weisen Monarchen zutraüt, die vollständige Einigung eines grossen Reiches zu bewirken (das. S. 44). — Vergl. oben S. 8, A. 1. 3*

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