Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1876
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
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21 z. B. bei der Einteilung der biblischen Gesetze in vier oder drei Klassen1), welche mit der Dreiteilung des ABR. IBN ESRA2) nicht übereinstimmt, oder bei der Auffassung einer die Willensfreiheit vermeintlich betreffenden Bibelstelle3) ’— noch wo er mit ihm zusammentrifft, wie in der Einschränkung des dem Menschen zuerkannten Uebergewichts auf die sublunarische Welt 4), in der Berufung auf dieselbe Bibelstelle (5 Mos. 4, 6: 'רק עם הכם ונבון וגו) bei der Behauptung, dass alle Gesetze ihren Grund oder Nutzen haben5), in der Deutung des Gebotes von der Liebe zu Gott (5 Mos. 6, 5 und sonst) als Aufforderung zur Erkenntniss Gottes durch Studien und philosophische Speculation 6), in der Ausschliessung der Einzelvorschriften beim Opferwesen von der sonst bei den Geboten Gottes vorausgesetzten und versuchten Begründung 7) — wobei freilich I. E. auch das Fasten am Versöhnungstage für unerklärbar hält, abweichend von Maimonides 8). Eine ehrenvolle Erwähnung des A. I. ESRA findet sich bei MAIMONIDES nur beiläufig in einer schriftlichen Mittheilung9). ג) Vier Klassen in der Einleitung zum Buche der Gesetze, Regel 9; drei Klassen mit ausdrücklicher Nennung und Begründung der veränderten Einthei^ng: Mor. III, 31 Schluss. 2) Comm. zu 2 Mos. 20, 1; zu 5 Mos. 30, 14; Jes. mor. VII. Hier nämlich umfasst «Herz» sowohl den Glauben (רעות) als den Charakter (מלות) äer Maimonidischen Eintheilung. 8) Jes. 63, 17 (מדרכיך *n למה תתענו) Kinl. zu Äbot, Absehn. VIII und Jes. mor. VII. 4) abr. 1. esra’s kurzer Comm. zu 2 Mos. 23, 20 gegen saadia; maimonides Mor. III, 12. 13. - Vgl. Aristot. NE VI, 7. 5) Jes. mor. VIII und Mor. III, 31. 6) B. d. Gesetze, Geb. 3; besonders auf speculative Naturbetrachtung bezogen: H. Jes. hat. II, 2; H. Tesch. X, 6; M&r. III, 28. 52; — Jes. mor. VII. 7) a. j. esr. das.: ואם בעבור רעת התורות והמצות (יגבה לב האדם), אין חכם שיבינם עד שידע למה יתענה בעשור וחלקי הקרבנוח maim. Mw. m, 26. a) Mw. III, 43. 9) Brief an samuel ibn tibbon fol. 12 a Brünn oder Kohez II, fol. 27 a: עזרא זצ״ל p היה לומד אצל החכם הרב רבי אברהם Dass der an seinen Sohn ABRAHAM (ed. Brünn fol. 1 ff. od. Kohez II, 39 a Col. 2) untergeschoben und däs darin über ibn esra ausgesprochene Lob nicht von maim. herrühre, bezweifelt jetzt kaum noch Jemand. Es sei nur noch bemerkt, dass bei näherer Prüfung der Verfasser, ein Bewunderer Ibn Esra’s, diesen nicht einmal richtig verstanden hat. So bezieht er dessen Gleichniss von Sonne und Mond zu 2 Mos. 2S, 11 (כי עזמי בקרבו) fälschlich auf den göttlichen und den menschlichen Geist, während