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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1875-01-01 · 1875 · page 116

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1875
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 116)
Language
German
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218 des Ganzen unbekümmerte Kürzung der Schaden entstanden. — Zu G%vi7tag (435 d) vgl. Exod. 8, 16 (22 codd. Holm.); Ps. 104, 31. Sap. 19, 10; Lobeck zu Phryn. p. 399. — 436 b scheint apa richtige Conjectur in B (s. Eupolemos c. 32. 34; Pap. Taur. 1 3 6).— %al diaGTrpai (das.) ist überflüssig und sprachwidrig, da das Putur auch von einem Stilisten wie Pseudo-Artapan wohl nicht mit dem Aorist vertauscht worden wäre. Auch ist mv für E60[1£v0g in der merkwürdigen Pap. Par. 68 erhaltenen Bittschrift alexandrinischer Juden an einen römischen Kaiser (C 11) nicht zu vergleichen. %cä diaGz. scheint ein Glossem aus 436b 10 zu sein. Vgl. das oben zu 432 a Bemerkte. — Es ist nicht gut denkbar, dass 436 c in BDEI das gutbiblische zsGGaQanovza in zQLanovza fälschlich verwandelt worden wäre, wohl aber, dass Art. aus irgend welchem Grunde von der Bibel hat abweichen wollen. Darum musste xQiav.ovza beibehalten werden. — Beschreibungen der Körperbeschaffenheit wie 436 c geben die Aegypter nicht bloss in den oben (S. 159) genannten Büchern, nicht bloss in Steckbriefen (Pap. Par. 10, 5. 19), sondern auch in Contracten (Boeckli in der Necliutesurk. S. 4; Pap. Par. (Casati) 5 1 5. 2 1. 17, 4; Lugd. M 1 5. 20. N 2 6. 8). 16. Josephus benutzt Philon’s Schriften. Aus einer erdrückenden Zahl von Belegen, die für diese wenig gekannte Thatsache angeführt werden könnten, sei nur Einiges herausgegriffen. Josephus entlehnt Philon mehrere falsche Namendeutungen: Abel nivd'og (אבל) Ant. I 2, 1; Phil. 447, 42), Moses vom ägyptischen Mmv (Ant. II 9, 6. c. Ap. I 31; Phil. II 83, 21). Melchisedek müsste nach Analogie von Abiud (Phil. 462, 38), Elieser (481, 27) und dgl. ßacdsvg yb0v diY.cuoGvvrjg übersetzt werden; Josephus aber (Ant. I 10, 2) und Philon (103, 4) erklären es als ßaadavg öiv.cuog. Wie Etymologien, so entlehnt Josephus auch seltsame Schriftdeutungen. So stammt das unbiblische Verbot, Götzen zu schmähen (Ant. IV 8, 10. c. Ap. II 33), aus Philon (II 166, 16. II 219, 44). Josephus’ Vorliebe für allegorische Deutungen (s. Pseudo-Josephus S. 110) erinnert häufig an den Meister dieser Erklärungsweise. Man vergleiche z. B. die Symbolisirung des Stiftszeltes und der Kleidüng des Hochpriesters (Ant. III!,besonders g. E.) mit Philon’s Deutungen (II 151 f.). Vielfache oft wörtliche Uebereinstimmungen bestehen besonders zwischen Philon’s Leben Joseph’s und Moses’ und den entsprechenden Berichten Josephus’. Man vergleiche Jos. Ant. II 3, 3: zyLTtQQOvg tdcov cpOQzia noiii^ovzag mit Phil, de Jos. II 43, 46: £(jl%oqol .. M)[1ig8LV cpOQZov. Ant. II 4, 2: loyovg 7tQ0Gcp8Q0vGr1g 7t8gl {it^smg mit Phil. II 48, 3: zovg 718qI ybi'gsmg )*oyovg 7tQ0G8cp8Q8v. Ant. II 6, 4: v710 zov Ttad'ovg 8ig ddngva tzqov- 71171x8, real {17} ßovX0[1£vog zolg adalcpolg y£V£G&cn nazacpavrig v7t£%mQ81 mit Phil. 66, 18: v7to zov Tta&ovg {18X7,mv ivdayiQvsLV, mg {17} ykvoizo K0ixacpc1vr}g, d7tozQ£7t£zciL, Ant. II 13, 4: i! a7tdvzcov rpvEoQ'cct zd duva * xod 0vt8 yrj zovzoig, ovzs ar\q cp'dog mit Phil. II 95, 45: zd ydg Gz01%8la zov navzog yrj 7tal vScoq . . £7uzlQ'£vzca. Ant. II 16, 3: mg ayyalov z7\g GvpcpOQäg v7t0GXQ£f1pcu mit Phil. II 109, 35: mg {nqds 71VQcp0Q0v v7tol£iq)- &rjvcu zov duayydovvxa . . zag Gvfiqrogdg. Einige von diesen Entlehnungen sind schon Mangey auf gef allen, jedoch ohne dass er das wahre Verhältnis erkannt hätte. — Genannt hat Josephus den bedeutendsten aller jüdischen Hellenisten nur Einmal Ant. XVIII 8, 1; citirt hat er ihn niemals.

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