Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 115)
- Language
- German
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217 sondern wohl, damit Abr. Gelegenheit habe, die Aegypter zu belehren und sich dort das Heimathsrecht zu erwerben. — Kcaaav oder Kaioaiv (fr. 2. 430 a) kann nicht 'Gesem5 sein, das Artap. 431 d (oben S. 58 נ) Keaaav schreibt. Die Lesart *HUovtzoXel in ß ist hinlänglich geschützt (oben S. 159). Sie zwingt uns, Kaicdv in neu Eav zu verwandeln (das.; vgl. Plut. de Is. 56 Parth., wo Kcuplv in nal Mlv gebessert ist). Sdst schreibt ß, weil man Sa'is statt San-Tanis verstand, welches Missverständnis auch in DI sich zeigt. Aehnlich wird JSaizrjg für Zeftgaizrig bei Jos. c. Ap. I 14 und für Sdlazig bei Africanus und Eusebiors. geschrieben (s. Lepsius Chron. I 339). Nach Letronne (Rec. II 48 f.) müsste man übrigens 'Epf10v} *Hliov 7tohg und 'EQ$107t0Hz7}gf 'HliOTtoUzrjg schreiben. In der That findet sich auch 432 d in k *EQUOTtoliziqg, das. 'Egfiov Ttohg und 433 a z/tog Ttohg; sonst immer 'Hhov7toh,g und * HhovTtolizrjg (429 d. 430 a. 432 d. 436b). Ohne handsehriftl. Gewähr zu ändern wäre gewagt (obgleich Schreibfehler hier wie bei Strabon und Ptolemäos die Abweichung von Letronne’s Regel verursaeht haben können); denn es findet sich auch in Inschriften: üccvoTtohg Pap. Par. 20, 7. 32. Berl. 2, 11 (Not. et extr. 1865 p. 256; Tlav667tohg dagegen bei Schmidt Pap. Ber. S. 17), 41067t0\lizr\g־] Par. 5 13 12. 14 1. 2. *H.Qccy1%£0v7t0hg Par. 54 5 79. — Dass Joseph Mempsasthenoth (statt Wovd'o^irpavrix Gen. 41, 44) geheissen habe und ein Sohn Abraham’s gewesen sei (fr. 3 Anf.), hat Art. nicht geschrieben; denn c. 23 giebt er das Richtige an. Memps. ist der erdichtete Name des ägyptischen Königs und drei Worte später einzufügen. Die Verwirrung in den Angaben über Joseph’s Abkunft muss durch Alexander entstanden sein, der Abraham für Jakob geschrieben hat. — Cedrenus I 75, 11 Bekk. verstümmelt M£gg1g-0£giaovd'tg (432 a; oben S. 154) in Mov&ig (vgl. Synk. 144, 14), wofür dann Parthey (Aeg. Personennamen s. v.) Mov&idig geschrieben hat. ,161g <&c1Q1a (d. h. die in Pharos verehrte) findet sich in Inschriften bei Letr. Rec. n. 45. 124. — 432 a hat dvSgcod'Evza nach avzov keinen Sinn. Es scheint aus dem folgenden dvdgad'ivza ä5 avzov hierher verschlagen zu sein, was auch die Umstellung in F bezeugt. Aehnliche kleine, der nächsten Umgebung entnommene Zusätze weisen bald in allen Handschriften, bald in a oder ß die Alex. Fragmente auf: 419 c 12. 425 b 11. 433 a 11. 436b 8. 449 c 10. 454c 10, wo auch v itEQav streichen will. — Zu der 432 d von Alexander angedeuteten, von Josephus ausführlicher erzählten Fabel (oben S. 160) ist das von Diodor III 39 über eine Schlangeninsel Berichtete zu vergleichen. — Zu 433 d vgl. Letronne Rec. I 206, wonach Hermes Beschützer der Grenzen von Aegypten und Aethiopien ist. — Einen Nachhall der Hyksössage (434 a—b, oben S. 156) hat Gutschmid (ZDMG XV 5f.) auch im Jubiläenbuch nachgewiesen. — Ueber die verschiedenen Trachten der Aegypter (434b) vgl. Lumbroso Rech. p. 110. — 435b—435 c hat Art. nicht von siedendem Wasser erzählt, sondern von fauligem (nach Exod. 7', 21); denn es ist mit I und V E7to£s6cu {STtcogEöev LXX) statt d7to^£6a1 zu lesen. Art. hatte ferner von der Verwandlung in Blut gesprochen; denn 435c wird von den ägypt. Priestern berichtet, dass sie ebenfalls dem Flusse eine andere Farbe gegeben haben. Hier hat also Alexander gestrichen. Die allgemeine Uebersehwemmung entnahm Art. aus Exod. 7,19. Nur einige sprachliche Schwierigkeiten bleiben übrig. 435 b (and zote—yiv£6&ca) kann nicht vom Fallen der Fluth berichtet werden, denn hiervon spricht Art. erst 435 c; statt yiv£6%a1 müsste es y£V£6&a1 heissen, und ano zoz£ wäre unerklärlich. Art. wollte also sagen, dass erst von dieser Zeit an der Nil alljährlich das Land überschwemme, v.axaßaöig für Uebersehwemmung ist auffallend; aber oben (S. 164) sind Belege für ähnliehe Abweichungen vom Sprachgebrauch beigebracht worden, wie deren uns hundertfältig in den Papyri begegnen. Noch auffallender ist das unmittelbar folgende Gvvayayov, da 6vvayco immer trans. gebraucht wird, und auch 6vvayayoov in anderen Handschriften keine Aushilfe gewährt. Wahrscheinlich ist hier durch Alexanders um den Sinn