Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 114)
- Language
- German
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216 naz8yyvav (432 a) im oben (S. 164) angegebenen Sinne älteren griechischen Schriftstellern entlehnt zu sein. Am häufigsten aber sind wie natürlich die Berührungen mit der %01vr\. Dieser gehört an: ye0)gyr}6L[10g (429d), v71ag%Lg für 'Habe5 (430a), waraf-ioco (432c), XaxoiiEG) (433 b), iXscpccvzLaco (434 b), ii-sXuoco (435 d), d^ico^azunog (436 d) und vieles Andere. Der Berührungen mit dem Idiom des ägyptischen Hellenismus zeigen sich hier nicht so viele, wie im Aristeasbriefe, theils weil, wie gesagt, Alexander vieles Eigentümliche entfernt hat, theils weil einer Darstellung der althebräischen Geschichte nicht so entschieden das Colorit der Lagidenzeit gegeben werden durfte, wie einer Episode aus dem Hofleben eines Ptolemäers. Doch ist schon oben (S. 164) Einiges hervorgehoben worden, was an die Schreibweise der Aegypter erinnert. Dazu kommt, dass Artapan Worte in dem Sinn und der Verbindung zu gebrauchen liebt, die ihnen zugleich von Schriftstellern der nowf} und von ägypt. Hellenisten gegeben werden. So 7tg06za6(5s1v und 7tg06ray^1a (sehr oft bei Art. und in Papyri); 8vzvy%av81v (429c; s. Pap. Par. 13, 28. 16, 3 und oft; PeyronP. T. Ip. 101;Leem. P. L. p. 17); 7rpo0<pfpo/׳tat (431 d; s. Pap.Par. 46, 20. 63 13 11), svXoyog (432 c; s. P. T. 1 4 2. Par. 20, 9. 69 D 15), 7tagaXa\1Lßdv8LV zr\v duvaözelocv (431 d; vgl. oben S. 210), %ag1v mit nachfolgendem Inf. (432 b; s. Pap. Par. 34, 1 und sonst). Die meisten Bezeichnungen ferner für Würden und Einrichtungen sind echt ägyptische. So finden wir die tpiXot des Königs (433 c; s. Peyron P. T. I 56; Lumbr. Rech. p. 192 f.), 8101%r\zr1g (429d; s. Not. et extr. 1865 p. 349; Lumbr. das. p. 201), i7u6zdzr}g (433b; s. Peyron das. I 51. 73. Letronne Rec. I 342; Pap. Lugd. G, 2. Brit. 13, 23. 15, 53) oi 718gi ziva für Unterbefehlshaber (432 d; vgl. Lumbr. das. 255 n. 2). Ausser den vofioi (oft) erwähnt Art. zonoi als Kreise einer Provinz (432 a; s. Letronne Rech. p. 398; Peyron das. II 53; vgl. jedoch 433 d und 434 a). — Die Benutzung der LXX durch Artapan kann nicht bestritten werden. So werden die Wunder und Plagen mit den Worten der LXX beschrieben. Man vergleiche 435 a: 6rj{L8L0v 7t0Lr\6a1 mit Exod. 4, 8; 435b: gaßdov inßaXovza ocpLV 7t01r\6a1 mit 4, 2. 3; 87tLXaßo fisvov zrjg ovgäg mit 4, 4; NslXov zfj g aß da 7rara|at mit 7, 20; 435 c: 81a . . 8 7tcco 18 Sv dgcrxovza 7101rj6cu mit 7, 12. 22. Bei der Aufzählung der Plagen finden wir 435 d: ßctzga%ov Exod. 8, 2; ängidag — 10, 4; onvinag 8, 16 (11); %ala£av — 9, 24. Vollkommen entscheidet 435c, wo anstatt des 'Wildes5 (ערוב) der Bibel nach Artapanos 'eine Art geflügelter Thiere5 (gaov zi 7tzr\vov) Aegypten verheert haben soll, weil die LXX 8, 21 (17) das hebräische Wort in das seltsame nwofivia übertragen. Ausser diesen 5 Plagen werden noch die Verwandelung des Nilwassers (435 b), die Geschwüre (435 d) und die Finsterniss, die mit dem Hagel verbunden wird (das.), erwähnt. Pest und Sterben der Erstgeburt scheinen vor z8X8vzcclov (436 a) von Alexander gestrichen zu sein, was durch zoiavzcug 6v(1q)0galg 718g171866vzei zov ßa61X8a (vgl. Exod. 12, 29) bestätigt wird. Den LXX scheint ferner 7tX80vd6cu (430 a s. Num. 26, 54. II Chr. 24, 11) für blosses 'Vielsein5, 7t8gLz0[1r1 (432 a) und Aehnliches nachgeschrieben zu sein. 15. Zur Kritik und Exegese von Pseudo-Artapanos. Der Name Artapanos ist nicht auffallend, da wir auch in Inschriften und Papyros Bessos und Achämenes, Perses und Persine finden (s. Reuvens Lettres p. 10; Leemans Pap. Lugd. p. 73; Letronne Rec. II 267). —Als Titel der Schrift durfte nicht 3Iovdcuxa (Eus. IX 18) gewählt werden, da Clemens (str. I 23. p. 413) und Eus. (IX 23. 27) 7z8gi 3Iovdcdwv bieten. — Art. leitet (fr. 1) 'Eßgatoi nicht von dem Namen 3Aßgaa^ selbst, sondern von dessen Beinamen עברי (Gen. 14, 13) ab. Man darf also hieraus weder mit Bochart (Phaleg II 14. p. 105) schliessen, dass Art. kein Hebräisch verstanden habe, noch mit Seguier (bei Migne z. St.), dass er kein Jude gewesen sei. — In Aegypten lässt Art. den Abraham 20 Jahre bleiben (das.), nicht aus chronologischen Gründen,