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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1875-01-01 · 1875 · page 113

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1875
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 113)
Language
German
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215 Republik vielerlei Fehler aufwiesen und insbesondere dem christlichen Alterthum in arger Verwirrung überliefert worden sind — wie eine Vergleichung der uns erhaltenen Verzeichnisse lehrt. 13. Zu Malchos-Kleodemos. Der Auszug des Eus. (IX 20) ist keine Copie von Alexander selbst, sondern von Jos. Ant. I 15, darf also eombinirt mit des letzteren Excerpt zur Herstellung eines reineren Textes benutzt werden. — Der Titel der Schrift des Malchos kann (nach S. 80. 131 f.) nicht 7t£QL ’Iovdaicüv gelautet haben. Es ist darum der unverfänglichste tteql 'Eßgcricov gewählt worden. — MdX%ag bieten statt MdXiog neben Eus. auch einige Hand- Schriften des Jos. Jenes wäre vorzuziehen, wenn über den Werth der einzelnen Josephischen Handschriften Genaues ermittelt wäre. — '£lcpQr\v bei Jos. scheint aus OA&PHN entstanden zu sein; *Acpgriv bei Eus. und in einigen codd. des Jos. ist daher wegen des folgenden 3AcpQ1%r\v vorzuziehen. Ebenso ist aus dem ZovQslp des Jos., dem 3Aöovqlhli des Procop, dem d66vQ1 oder uöovql der besten Handschr. des Eus. ,wegen des nachfolgenden \'AaavQiav die Form 3AüovqsI^l herzustellen. — ,AcpEQccg, die mit griechischer Endung versehene Namensform der'LXX für עפר der Bibel muss in Jos. beibehalten werden, um so mehr, da der andere Name auch von Eus. ”Acpgctg oder ’idtyQag geschrieben wird. Auch für diesen giebt Jos. die richtigere Form ’ictcpgccg, wie Jephar bei Hieronymus aus rcacpaQ der LXX entstanden ist. Statt des Aldcogov, Aidcogov oder AoSwqov bei Jos. muss dagegen mit Eus. und Juba (bei Plut. Sertor. c. 9) AloSchdov geschrieben werden. — Dass kein zufälliges Zusammentreffen die übereinstimmende Schreibung der erwähnten seltenen Namen bei Malchos und den LXX erzeugt haben kann, leuchtet ein. Nicht unabhängig von diesen kann jener statt des ע in עפר ein A, statt des ה in עיפה ein q geschrieben haben. Bemerkenswerth ist, dass auch der Samaritaner אפר statt עפר liest. "Wenn die samaritanische Uebersetzung dagegen j t V statt!ע■ פר schreibt, so liegt hier doch bloss eine Verwechselung von mit vor. 14. Sprachliches zu Pseudo-Artapanos. Verhältnis zu den LXX. Auf die Schreibart der in Aegypten lebenden jüdischen Hellenisten haben drei Factoren eingewirkt, die Diction der griechischen Schriftsteller, welche sie studirten, die Umgangssprache der Bevölkerung, unter der sie lebten, und die Sprache ihres Stammlandes, deren Eigenheiten durch Gewöhnung und Vererbung, in späterer Zeit durch Vermittelung der kanonisch gewordenen LXX, kaum bei Einem jüdischen Hellenisten ganz fehlen. Trotz vielfacher, trefflicher Vorarbeiten — besonders von Stm-z, Thierseh, Winer und Lumbroso — ist eine genaue Bestimmung dieser Elemente bisher nicht unternommen worden (s. oben S. 125). Vor Allem wichtig ist die Scheidung zwischen Hebraismen und Aegyptiacismen. Eine solche würde ergeben, dass selbst die am stärksten hebraisirenden Uebersetzer der Bibel kein schlechteres Griechisch geschrieben haben, als Aegypter und selbst geborene Griechen, deren Petitionen, Beschwerden, Erlasse und Contraete wir in den Papyros lesen. — Bei Artapanos ist eine genaue Sonderung der sprachlichen Bestandteile seiner Schrift erschwert, ja fast unmöglich, weil Alexanders Umarbeitung gerade ihre am schärfsten hervortretenden Eigenthümlichkeiten ebenso verwischt hat, wie die des Eupolemos (oben S. 122). Doch lässt sich Folgendes als wahrscheinlich annehmen. Dass Artapan unter dem Einfluss der griechischen Schriftsprache steht, wird schon durch die oben (S. 160) nachgewiesene Benutzung griechischer Schriftsteller erhärtet. Wer eine Litteratur, wie die griechische, kennt und studirt, der kann sich auch in stilistischen Dingen ihrer Einwirkung nicht entziehen. So scheinen das adjectivisch gebrauchte döxvyshcov (429 c), Worte wie i-aXiiindvco (435 a), väaa (436 b),

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