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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1875-01-01 · 1875 · page 110

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1875
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 110)
Language
German
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212 letztere hat Alexander wieder in seinem Excerpte unterdrückt: olfenbar fehlt ein Satz toi* v.al cmu£slv — der von der Befestigung der Netze an die Ringe und der Gestelle an die Säulen gesprochen haben wird —, was durch die ungrammatische Fügung und durch das sv.<x6t7] Sly.tvl, dem jede Beziehung fehlt, bewiesen wird. Seguier’s Aenderung von dazzvliovg in SUxva ist dieser Erklärung zufolge unnöthig. Dagegen wird %01lag für das schwierige blag zu lesen sein. Die Schellen sind übrigens aus Erz nach Jerem. 52, 22. — Eupolemos will (451b) sagen, zuerst sei der Tempel isgov E., dann die Stadt a7zb xov lsqov genannt worden. Die von a überlieferte Folge tcqcoxov tilv x0 ava/.xogov hätte daher von Gaisford nicht verändert werden sollen. — Zu beachten ist, dass Eup. 451c richtig scheidet zwischen der Stiftshütte, dem Altar und 'den anderen Geräthen5, die nach II Chr. l, 3. 5; I Kön. 8, 4 aus Gibeon nach Jerusalem gebracht worden sind, und der Lade und 'den anderen Geräthen’, von denen er nur sagt, sie seien im Tempel aufgestellt worden. Er wusste also, dass die Lade (nach II Sam. 6, lf.) schon in Jerusalem stand. Wir können von Alexander nicht erwarten, dass er diesen Unterschied erkannt, und dürfen es ihm nicht zu sehr verargen, dass er ihn durch seine unverständige Art zu excerpiren zwar nicht beseitigt, aber doch verwischt hat. Aber auch dem Theologen Kuhlmey ist der Sinn der Stelle entgangen, und er tadelt hier den Eupolemos ebenso ungerecht, wie er ihn sonst unverdient lobt. Warum aber nennt Eupolemos, der die Bibel vor sich hatte, Silo statt Gibeons? Offenbar, weil Nichts von einer Ueberführung der Stiftshütte von Silo nach Gibeon berichtet und Silo überall — ausser vom Chroniker — als Sitz derselben angegeben wird (s. I Sam. 1, 3. 3, 3. 4, 3. 14, 3. Jerem. 7, 12. 26, 6. 9. Ps. 78, 60). AuchM. Megil. 111 wird nur Silo neben Jerusalem genannt. Eupolemos glaubte also hier aus wissenschaftlichen Gründen sich über die Angabe der Chronik (I 16, 39. 21, 29. II J, 3) hinwegsetzen zu dürfen, wenn er nicht Silo mit Gibeon identificirt hat. Vielleicht hat auch eine Deutung von Ps. 132, 6 mitgewirkt (s. Graetz Gesch. I 242). — 451 d lesen wir: xalavxa {1vqlg.8(dv vg. Diese ungeheure Summe Goldes (460 Myriaden oder 4,600,000 Talente) neben der sehr bescheidenen der geringeren Metallarten macht die Zahl sehr verdächtig. Allerdings soll nach I Chi*. 22, 14 David 100,000 Talente Goldes gesammelt haben, daneben aber auch 1,000,000 Tal. Silbers. Hat nun Eupolemos die erste Zahl der Chronik entnommen und bedeutend übertrieben, warum nicht auch die letztere? Man könnte vermuthen, dass Eupolemos an Goldtalente von so geringem Werthe dächte, wie er später (451 d) erwähnt, und über welche Boeckh (Metrol. Unters. S. 33. 65. 344) das Nähere beibringt; aber dem widersprechen seine sonstigen Angaben. So wird ein goldener Leuchter doch mehr als 10 oder (nach berichtigter Lesart) 1 Sekel gewogen haben (450 c). Auch lehrt der sprachwidrige Genetiv {ivgiädcov neben xalavxa, dass die Zahl verschrieben ist. Sie ist entweder aus falsch verstandenen Zahlzeichen (für v£) entstanden, oder (ivgiadow ist von Jemandem eingeschoben, dem die Zahl von 460 Talenten zu gering däüchte. 12. Zur Chronologie des Eupolemos. Eupolemos zählt (fr. 5) von Adam bis zum 5. Jahre Demetrios’ I. (=158 v. g. Z.) 5149, vom Exodus bis zu demselben Zeitpunkt 2580 Jahre. Die erste Zahl entspricht den hellenistischen Rechnungen, setzt sich aber aus zu vielen vielfach unbestimmbaren Gliedern zusammen, als dass über sie Näheres zu ermitteln wäre. Dass eine völlige Uebereinstimmung zwischen Eupolemos und Panodoros bestehe, vermuthet Müller (fr. h. Gr. III 208); doch muss nach der weiter zu gebenden Erklärung auf Identität verzichtet und nur eine gewisse Annäherung zugestanden werden; denn nach Panodoros sind 5492 (Ideler Handb. II 447), nach Eup. 5149 -j- 158 5307 Jahre von Adam bis Chr.,

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