Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 109)
- Language
- German
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211 mit dem Baue säumen zu lassen. — Das. braucht man nur das Komma zwischen Siovza 7tavza und xaza fifjva zu streichen, um die Streichung von xal nach *IovdaLoov (in d) entbehrlich zu finden. Es ist unwahrscheinlich, dass Eup. nur Fremde am Tempel habe arbeiten lassen, was d ergeben würde (vgl. Diodor I 56), da es der Bibel (I Kön. 5, 27 f.) widerspricht. — Die schwierigen Worte ׳fi^ufiUcotfca — 7tr1%d)v 1 sind am besten von Kuhlmey (z. St.) erklärt worden. Da überall (in dem hebr. Text, den LXX, Jos. Ant. VIII 3, 2. B. J. V 5, 5) die Breite von 20 Ellen nicht verändert wird, ist entweder vtyog für nldzog (nach Esra 6, 3. Jos. das.) oder x' statt des zweiten g (nach I Kön. 6, 2. II Chr. 3, 3) zu lesen. Unter ofaodoiirj kann nur der Vorbau (I Kön. 6, 3) verstanden sein. — Der EvSsopiog (450 a) ist der I Kön. 6, 14 von den LXX so bezeichnete Anbau (יציע), den Eupolemos nach I Kön. 6, 9/10 in den Steinbau verschränkt sein lässt, weil er stufenförmig in 3 Stockwerken sich erhob, die in die Tempelwände eingelassen waren. Nach I Kön. 6, 15 ist er durch Cedernbalken, nach Eup. durch eherne Klammern mit dem Tempel verbunden. — v.azala^ßavovza für — zag (das.) bedarf keiner Rechtfertigung. — Das Folgende ist ganz nach LXX (I Kön. 6, 15. 18 und II Chr. 3, 5) gearbeitet (oben S. 119). Demnach muss mit den LXX und C (ähnlich I) hier k'ßcod'sv statt s^aQ'sv gelesen werden (vgl. Thenius zu I Kön. 6, 18). — %g>wvvzci (das.) ist falsch. Man 'schüttet5 nicht Ziegeln, sondern giesst sie; also ist nach 450b. d. %mvsv~ ovza zu lesen. Die Verwechselung dieser Worte zeigen auch einige Handschriften des Josephus Ant. VIII 5, 3. — Nach 450 c. d. 451a ist 450b mit ß 6zr}6a1 statt 6zrtva1 zu schreiben. — Der Gen. zov oi'y.ov hängt von dsf-icav und svcovviicov ab; es braucht also nicht ngb eingeschoben zu werden, was Seg. anräth. — 450c lesen wir jetzt: 1 v%vLag %Qv6ag, dsxa zalavza £xdoz?]v 0Xy.7\v ayovoag. Nach I Kön. 7, 49 und Eupolemos selbst (450c) sind 10 Leuchter vorhanden: 8sv.a gehört also zu %gv6dg. Man würde mit Seguier noch ein 8s%a vor zalavza schieben, wenn Eup. nicht angäbe, dass die Leuchter dem von Moses gearbeiteten entsprochen hätten. Da dieser 1 Talent wog, ist zalavzov für zalavza zu lesen. — Unter den ßa6E1g (450 d) können nicht die 10 Gestelle der 10 Waschbecken verstanden sein, wie Kuhlmey (p. 90 f.) annimmt. Denn Eupolemos spricht von ßd6s1g zov 10vz7!Q0g, d. h. des eben von ihm unter diesem Namen beschriebenen 'Meeres5, nicht zav lovzrtQcov, die er gar nicht erwähnt. Eupolemos zählt ferner 12 nicht 10 ßdosig und lässt sie zur Rechten des Altars stehen, während die Becken und ihre Gestelle zu beiden Seiten des Tempels standen (I Kön. 7, 39). Dort aber stand nach eben diesem Verse das 'Meer5, und die 12 ßdosig sind die 12 Rinder, auf denen es ruhte. Auch fehlt ihr Name nicht; er steckt in dem neben%covsvzdg ganz widersinnigen zogsvzdg, wofür zavgovg zu lesen ist. zccvqol nennt auch Josephus Ant. VIII 3, 6 die ßosg der Königsbücher I 7, 29 (15); %c0vsvzoL sind sie nach LXX II Chr. 4, 3; %oovsvzdg aber ward corrigirt, weil auf ßdosig bezogen, als zavgoi in zogsvz. geändert war. — Schon Kuhlmey (zu 451a) hat erkannt, dass v.s statt v! aus dem nachfolgenden £-711 entstanden ist; denn alle sonstigen Nachrichten stimmen mit II Chr. 4, 1 in der quadratischen Form des Altars und der Länge seiner Seiten von nur 20 Ellen überein. So ausser den LXX Pseudo-Hekatäos (Jos. c. Ap. I 22) und Josephus selbst (Ant. VIII 3, 7). Nicht erkannt hat aber Kuhlmey, dass nach Eupolemos der Altar die vierfache Grösse des Mosaischen haben sollte, was die Abweichung in Bezug auf die Höhe erklärt. Dieselbe Höhe giebt dem Altar cod. 74 (Holm.). — Die Beschreibung des Netz- Werkes (das.) ist ganz klar: Zwei an Ketten befestigte Ringe tragen ein Netzwerk, an dem 400 eherne Schellen hängen, jene selbst sind an einem 20 Ellen über den Tempel emporragenden Gestell befestigt (s. oben S. 114). Die bixzvsg, xmdcovsg und ihre Zahl sind den LXX entnommen (II Chr. 4, 12 f.; s. oben S. 119), aus denen sich auch ergiebt, dass die Vorrichtung auf den 2 Säulen des Tempels geruht haben soll. Das 8*