Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 108)
- Language
- German
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210 nicht in ’A'rtavoig verwandelt werden sollen, da *Elava für Allava auch bei Ptolem. V 17 erscheint, I Kön. 9, 26 ,Eladvon 11 Holm. Handschriften und 5ßlaO’ vonEus. Onom. sacr. 258, 57 Lag. geschrieben wird. 'A%av01g ist identisch mit °A%aß01g, das ist KaÄ£5 dem später auftretenden Namen Elath’s. — Das. finden wir Ovgcprj für אופיר; Eup. schrieb also wohl Ovcpgrj (Bochart). —Das Griechisch in den Briefen des Eupolemos steht der Redeweise ägyptischer Hellenisten sehr nahe. 7r.aQala(1ßav81v xrtv ßaGi- Isiav, das mit Nachdruck an den Anfang aller vier Briefe gesetzt ist, war die stehende Formel, um den Regierungsantritt der Aegypterkönige zu bezeichnen (s. Martin Nouv. rech. p. 87 f.; Letronne zu inscr. Ros. 1. 1). — 88dox1^a6n8vog vtco &80v sagt Uaphres (c. 32), wie ov 6 rHrpatGxog idoxifiaGev die Priester in der Inschrift von Rosette (1. 3. vgl. 8, 9. 37 und Aehnliches in zahlreichen anderen Inschriften). Die Uebereinstimmung zwischen Eupoleinos und diesen Stellen ist daher schon Letronne (a. a. 0.) aufgefallen. Die Häufung der Präpositionen in den Briefen (448 c. 449 c) begegnet uns ungemein oft bei äg. Hellenisten (oben S. 207). Ebenso häufig ist die stehende Formel xalcog 7c0LrtG8Lg mit Part, oder Inf. (449 d; vgl. Pap. Brit. 11, 45. 18, 29. Vat. A, 20; Par. 43, 3. 48, 16; Letr. Rec. I 371; Pap. Theb. 9, 13). Auch der übrige Wortvorrath gehört dem Idiom der Aegypter an. Vgl. %gsLa c. 31. 32 Pap. Taur. 7 , 17. 11, 21; xä 880vxa c. 32. 33. 34 Pap. Br. 5, 22; Par. 26 1 6. 2 34. 27, 9. 28, 7. igcoxav v718q xivog, das Hulleman (p. 150) als unmöglich ändern wollte, hat sein Analogon an igoorav 87ti xlvl (Not. et extr. 1865 p. 259 1. 21) und an axovsiv, X818V81V, {isxalaiißävsiv, (.1YjVV8LV v7c8g xivog Pap. Par. 34, 14. 44, 9. 15 1 19. 10, 25. Das incorrecte cbg av mit dem Partie, finden wir auch Ros. 1. 22. Obgleich nun alles dieses nicht gerade ausschliessliches Eigenthum ägyptischer Hellenisten ist, so erscheinen doch wegen der grossen Zahl der Berührungspunkte diese Briefe vollkommen wie Nachahmungen der Briefe, die wir in den Papyri lesen. In den übrigen Fragmenten des Palästiners Eup. findet sich dagegen eine so entschiedene Aehnlichkeit mit dem Idiom der äg. Hellenisten nicht: es ist hiermit also bekräftigt, was oben (S. 165) über das Verhältnis des Eup. zu dem Aegypter Pseudo- Aristeas nachzuweisen versucht worden ist. — Wie 71 Irjü’og GIG. n. 2525 b die Zunft der Fischer, in der von Brugsch (G. I. I 137) veröffentlichten Inschrift die der Weissbrod- und Kuchenbäcker bedeutet, so kann es auch 448 c die Gemeinschaft des Bezirkes (vofiog) bezeichnen, zumal da dieser eine politische und religiöse Einheit bildete (s. Kuhn Verf. d. R. R. II 454ff.; Lumbroso Rech. p. 242). In ähnlichem Sinne wird auch 8&vog bisweilen gebraucht z. B. Pap. Taur. 1 2 24. Ros. 1. 17. — 448 c wollen Kuhlmey und Seguier, der den ersteren nicht nennt, Ssd'gcotxov statt Usßgid'ixov lesen, wohl mit Recht. — Bad'Qid'txov (das.) ist nach Holsten’s (zu St. Byz. p. 11) Vorschlag von d in 'A&oiß’ixov verwandelt; doch liegt hier vielleicht eine wegen פתרוס wenig geänderte Form für Uad'vgLxrjg oder <!>a&vgixr]s vor (Pap. Par. (Casati) 5 3 3. 16, 2; Taur. 5, 9. 6, 10. 7, 5. II 28; Brugsch G. I. I 94). — Dass 449 a xaxa firjva von xogovg nicht zu trennen ist, leuchtet von selbst ein. — 449 c kann xal äg%1x8xxoviav weder zum Voraufgehenden noch zum Nachfolgenden gezogen werden. Es scheint Glossem eines Lesers, der in der übertriebenen Angabe des Eup., der Tyrer verstehe 'über Alles unter dem Himmel zu rathen und zu arbeiten’, die besondere Hinweisung auf das Baufach vermisste. — 449 c ist xai a7106x8H0118v(0v Goi Ttaidcov unverständlich, und bei 7taL8cov ist der Artikel unentbehrlieh. Derselbe ist statt xal einzusetzen, das nach dem Ausfall von xcbv in ,den Text gerieth, weil man nun die beiden Genetive für coordinirt hielt. — 449 d ist 5107nr\v in ß der Lesart ’10717zr}v (nach Mendelssohn De SC. Rom. temp. p. 18) vorzuziohen. — Aus 449 d vgl. mit 447 d geht hervor, dass nach Eup. Salomo im ersten Jahre seiner Regierung den Bau des Tempels begonnen hat. Eup. weicht ab von I Kön. 6, 1 (wonach es im vierten Jahre geschah), weil er es nicht für angemessen hielt, Sal. 3 Jahre