Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 106)
- Language
- German
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208 nicht bloss Gen. 24, 27. Lev. 25, 48. Deut. 2, 4. 8, sondern nach der richtigen Lesart bei Holmes und Lagarde auch Gen. 14,14.16 aSslcpog übersetzen und die Papyri ebenfalls adfXgjog für 'Verwandter5 anwenden (Peyron P. T. I p. 61). — 419 c ist zu beachten, dass auch hier die Priester von Heliopolis es sind, mit denen Abraham verkehrt (s. oben S. 151). Die Worte val avxov svQrpisvai %xX. (das.) sind schwierig; denn hat Abraham die Astrologie erfunden, so haben es nicht die Babylonier gethan; haben Babylonier und er sie erfunden, so kann die Erfindung nicht bis auf Henoch zurückgehen, avxov slQrpisvai in E führt auf avxc0 slgypisvai; aber ausdrücklich heisst es ja 418 d: tv 8rj (sc. ’Aßgaa[1) v.al xrjv äßxQoloyiav svqslv. Die Schwierigkeit ist wohl nur durch Erklärung von svqlovelv gleich 'erlangen, sich erwerben5 zu lösen. Darum heisst es 419 c: 7tQG3xov svqyiksvai. Vgl. Her. IX 28; Xen. Anab. VIII, 31; Ps. Arist. Oek. II 1350,17. Dass mit/? 419d Xovv (oder Xovg nach Gutschmid ZDMG. XV 7 n. 1) statt Xovp, gelesen werden müsse, versteht sich von selbst. Mit B0chart Phaleg IV 2. p. 210 ist ferner (419 c) %al Xag, für^al Xavaav zu schreiben, da hierdurch nicht bloss die Uebereinstimmung mit der Bibel hergestellt, sondern das Nachfolgende erst verständlich wird: rovxov 88 %xl. 'dieser (Cham) habe Kanaan gezeugt5. Die Einfügung von Xa(1 vor Xavaav ist daher nicht erforderlich. — Gutschmid’s einfache Emendation xovxov Ms- 6XQat]1 für xov M. (ZDMG. XV 7 n. 1) wäre unbedingt aufzunehmen, wenn nicht /? uaxgog Aiy. für Ttaxsga Aiy. darböte, wodurch derselbe Sinn gewonnen wird. Bochart’s Einfügung von v.al vor Xovv ist falsch nach Gutschmid (das.). Würde man sie zulassen, so ergäbe sich eine der Bibel genau entsprechende Abfolge: Bel (Noach), Cham, (Kanaan, Kusch, Mizraim). Bel-Kronos wäre dann als Kronos-Anu gleich Noach, und Nimrod würde nicht identisch mit dem zweiten Bel, sondern (abweichend von fr. 2) Sohn des Kusch sein. Doch wer Cham zu einem Bruder Belos’ macht, kann auch Kusch in einen Sohn Kanaan’s verwandeln, und das synkretistische Wirrsal auf Grund biblischer Angaben vollständig lösen wollen, heisst einen Mohren weiss waschen. — Kusch, der Vater der Aethiopen, soll Asbolos entsprechen, weil ”Aßßolog (=!’Aßßolsiog der 'Russige, Schwarze5 bedeutet. Vielleicht hat bei der Verbindung Xovg-Aßßolog auch die babylonische Ueberlieferung von einem Choumasbolos mitgewirkt (s. M. Niebuhl* Gesch. Assur’s S. 472. 505). 9. Titel der Schrift des Enpolemos, Zusammengehörigkeit der Fragmente. Als Titel der Schrift hat Alexander IIsqI x7jg 5HUov nQoeprjxsiag angegeben (c. 30. 447 a), während die Auszüge die Geschichte des Propheten übergehen und nicht einmal seinen Namen erwähnen. Auch wird die Regierung Salomo’s und der Bau des Tempels so ausführlich geschildert, dass diese Stücke unmöglich als blosse Einleitung zu einer Schrift 'über die Prophetie Elia’s5 gelten können. Viel passender ist die Aufschrift, welche nach Clemens (I 23. 413 Pot.) und Cyrill (c. Jul. VII 231 d) die Auszüge Alexander’s trugen: IIsqI xcdv 8v xfj 3IovSala ßaodscov; denn die Geschichte der Israeliten vor der Königszeit scheint, wie aus Euseb. IX 30 Anf. hervorgeht, in der That sehr kurz behandelt worden zu sein. Da nun Clemens und ihm folgend Cyrill diese Aufschrift einem Bruchstück geben, das über Moses handelt, also zu derselben keinen Anlass bieten konnte, so hat Clemens sie keinesfalls selbst erdichtet, sondern muss sie schon bei Alexander vorgefunden haben. Wodurch aber jener erste falsche Titel entstanden ist, ob aus einem besonders ausführlichen Abschnitt der Schrift, ob durch irgend einen anderen Irrthum Alexander’s, kann heute nicht mehr entschieden werden. — Die ausdrücklichen Angaben des Polyhistors über die Zusammengehörigkeit der Fragmente (431c. 447 a. 452 a) anzuzweifeln, berechtigt uns Nichts. Nur c. 39 wird allein durch eines der schon von Valckenaer (Diatr. de Arist. p. 26) verworfenen, in ß erhaltenen