Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 105)
- Language
- German
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207 denselben Begriff unzählige Male dasselbe Wort. Er hält sieh in lexicalischer Beziehung fast ganz im Kreise der LXX. Man vergleiche avXoyalv (422 d. 425 d), das als Ueber- Setzung von בר[י hier und bei den LXX erscheint. Auch in den merkwürdigen jüdischhellenistischen Inschriften des Tlävuov von Apollonopolis finden wir es in demselben Sinne angewendet (Letr. Recueil II n. 197 und 198). Bei Dem. ist ferner za k'&vr] (425 b. c) im Sinne 'heidnischer Völker5 den LXX entlehnt; 6vv01v.uv abs. für 'verheirathet sein’ (439 d) erinnert an Sir. 42, 9. 10. Ganz ungriechisch ist naQTtoo) und nd^Ttfoatg für ftvsiv und &v6ia (421b) (vgl. LXX Deut. 26, 14; Gant. 3 puer. 11; Lev. 4, 10. 19.22, 22); §Lc17tQct66co für 'ein Gewerbe treiben5 (424d). i'gdXXoiiat dagegen (424a) kann selbst bei Dem. nicht 'graviter commoveri5 bedeuten, wie v übersetzt. Wahrscheinlich ist irpaXlo^iat (irruo) zu lesen. Veraltet ist aQörjv (424 b) für a.QQr\v. — Auch der Satzbau ist oft durchaus dem Hebräischen nachgebildet. 425 d: ’Iancoß sX&slv .. nal ysvvri6u1 für iX&ovza ysvvrjöat: ' als J. gekommen war, zeugte er’ (וילך * " ויולד); das. Aaviv (Dativ) imysv£6d'at £zr\ ig nal y£vvrj6a1; 424 a TtaQOtnvfiai . . nal y&aQrjvai. — Sehr unbeholfen sind Wendungen wie 423b: zinzsiv in 7ta18i.6v.r\g; 425 a: agavxcog i7tl zov zag 6zoXag dovvui hnaazo) 817tXag; 439b: zov nrjvvsavza zov zsXsvzrioavxa, und ein Muster von Schwerfälligkeit ist der erste Satz des c. 21: d7t06zaXsvza v7to zav yovacov 81d zr\v 7tQ0g zov ädsXcpov ngvcpiav £%&Qav 3H6av 81a zo svXoyrjßaL avzov zov itazsQa 80novvza hlvai zov ’Höav nal 07tcog nzX. — Berührungspunkte mit dem Griechisch der Aegypter zeigen sich sogut bei Dem. wie bei den LXX. So ist svXoysTv in dem eben angegebenen Sinne durchaus nicht, wie Letronne Rec. II p. 252 annimmt, auf biblische oder unter biblischem Einfluss stehende Schriften beschränkt. Er selbst schreibt das. in der In- Schrift n. 508: 8vX0y05 zov EvoSov d'sov und n. 509: svXoya zov ITäva. —Die schwerfälligen Verbindungen durch Häufung von Präpositionen, die bei Dem. nachgewiesen worden, sind bei ägyptischen Hellenisten ungemein gewöhnlich. Man vgl. Pap. Taur. 1 2 10. 4 12. 14. 17. 28. 5 22. 27. 6 22. 7 34. 9 23. 3, 16; Brit. 18; Par. 38, 14 und sonst. — Hybride und vulgäre Formen, wäe sie in Papyri und Inschriften, bei den LXX und im neuen Testament so häufig sich finden, sprachwidrige Vertauschung der Casus, der Modi, der Genera des Verbums weist Dem. nicht auf. Möglich, dass Alex, sie beseitigt hat. 8. Zn Pseudo-Enpolemos. Die falsche Beziehung von zrjg!A66VQLag (418 c) auf iIov8aicov statt auf tzoXiv hat der Schrift den Titel 7t. 5IovSatcov zrjg ' A06vgLag gegeben, der, dem Inhalte dieses Fragmentes, wie allen ähnlichen Schriften zufolge, sicherlich falsch ist, was schon Rauch (p. 21) erkannt hat. Dass aber Pseudo-Eupolemos auch nicht 7t. 3fovSaicov geschrieben haben kann, ist früher nachgewiesen (S. 89). Um irgend eine Bezeichnung zu haben, ist die nächstliegende ganz allgemeine 7t£Qt *EßgaLcov von mir gewählt worden, der freilich jede Bezeugung fehlt. — Ueber OvQ1r\ (418 d) ist jetzt Schräder Die Keilinsehr, u. d. A. T..S. 42f. zu vergleichen. Ueber Kamarine s. Ewald I3 481; Alexandre zu Sib. III 218. 736. — Das. ist zr\v aözgoXoyiav nal XaX8ainr\v nicht in <£. zr\v X. zu ändern; denn wird auch häufig Astrologie als die chaldäische Wissenschaft naz5 iig0%r\v angesehen, wofür Belege nicht beigebracht zu werden brauchen, so gelten doch auch andere Wissenschaften als chaldäische. So die 'Theologie’ (D. L. IX 84), die Mathematik (das. 49). Bei Sueton Vitell. 14 heissen die Chaldäer geradezu mathematiei und Hesych. s. v. sagt, dass sie Alles wissen. Ueber ihre Wahrsagerkunst vgl. Winer B. RWB. s. v. Magier. Ganz wie Eupolemos sagt darum Philon aazQOvoaiag nal zrjg XaXSutgovörig 80grjg (II 13, 2). Vgl. auch Philon 464, 5. II 13, 33. Jos. Ant. 18, 2.— Das. schreiben die guten codd. ädsXcpiSov, V allein äSaXcpdv statt — q>LSovv. Besässe V irgend welche Autorität, so könnte man aSsXcpo v für das Richtige halten, weil die LXX