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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1875-01-01 · 1875 · page 98

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1875
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 98)
Language
German
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IRI
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Gaisford (praef. p. II) und bestätigt der flüchtigste Blick in das Variantenverzeichniss. G. “Wölfl: (Porphyr. De philos. ex orac. haur. p. 103) stellt allen übrigen Codices E I gegenüber; cod. B soll 'haud parvi momenti’ sein (p. 106); der Werth von D dagegen wird in Ueb er ein Stimmung mit Gaisford als ein sehr geringer angegeben (p. 104. 105). Noch ungünstiger urtheilt Dindorf (praef. p. XII) über D und ordnet daher die Hand- Schriften der einen Classe folgendermassen: BO GED (p. XI). 'Aliquanto majoris momenti5 als D soll I sein (p. XII). — Das Verhältniss der Handschriften zu einander ist nach Wolff (p. 103) und Dindorf (das.) ein höchst einfaches. E soll aus I (was auch Gaisford p. H vermuthet), G aus C, F aus G abgeschrieben sein: für die letzten zehn Bücher der praepar. wären demnach nur B C und allenfalls I von Bedeutung. Da das Urtheil dieser gelehrten Männer bei den Alexandrischen Excerpten sich durchaus nicht bestätigte, so musste das Verhältniss der Handschriften einer neuen Prüfung unterzogen werden, die folgendes Ergebniss lieferte. — Sämmtliche Handschriften gehen auf Einen Archetypos zurück, dessen vielfache Verschreibungen, Aenderungen und Lücken sie nachahmen. Da alle bisherigen Ausgaben in zahlreichen Fällen die Fehler sämmtlicher Handschriften anerkennen und denselben oft durch Conjectur abzuhelfen suchen, bedarf dies keines Beweises. Nur auf Eines sei hingewiesen. Wenn Eusebios im vierten Buche (130 b 5f.) einige Sätze aus dem dritten (127 b 5) wiederholt, so ist das erträglieh und mit ähnlichen Fällen zu vergleichen, die Heinichen (zu Eus. scr. h. III2 733 f.) . bespricht. Wenn aber am Ende des ersten und zweiten Buches der praep. die langen Einleitungen zum zweiten und dritten Buche abgeschrieben, an erster Stelle sogar mitten im Satze abgebrochen werden, so wird man eine solche Plumpheit nicht Eusebios, sondern seinen Abschreibern zur Last legen. Sie ist aber in alle Handschriften eingedrangen, weil Alle Abschriften Eines Urcodex sind. — Von den Gaisfordschen Hand- Schriften verdienen E I (hier mit a bezeichnet) den Vorzug vor B C D F G oder CFG (ß). ct ist freier von Schreibfehlern als ß und besonders I bietet eine grosse Zahl der erlesensten Varianten dar. Weder 0׳ noch ß aber kann allein als treue Abschrift des echten Textes angesehen werden. Diesem können wir durch ein eklektisches Verfahren, oft nur durch Conjectur näher kommen. — E ist nicht aus I, sondern.aus einem I nahe verwandten Codex abgeschrieben. Zahlreiche Lücken in I ergänzt E, z. B. 249d 12. 250d 13. 267c 9. 288c 9. 289c 1. 3130 8. 455b 4. 574b 3, Stellen, die wie alle folgenden aus einer grossen Zahl anderer ohne Wahl herausgegriffen sind. Häufig hat E zusammen mit einem cod. von a, nicht selten allein die richtige Lesart. Das letztere ist z. B. der Fall: 428a 5. 9. c 8. 429 a 11. 437 c 4. 578c 10. 625 a 13. 699c 6. Wie oft überhaupt E gegen I zu ß hält, lehrt fast jede Seite der Varianten. — Von den Handschriften der zweiten Classe ist B vom ersten auf den letzten Platz zu verweisen. B ist nicht bloss voll grober Schreibfehler und Lücken, was natürlich auch Dindorf (p. XH) anerkennt, sondern aufs ärgste interpolirt, absichtlich geändert und verstümmelt, z. B. 53 c 9. 269 c 5. 284d 3. 5. 420 c 5. 422 a. 2. 11. 425 d 13. 447 b 4. 666 d 10. Doch bietet B bisweilen allein gute Lesarten, z. B. 185 c 7. 425 d 13. 426 a 1 (vielleicht bloss richtige Conjectur) 433b 11. d 8. 697 d 2, oft mit Einer oder wenigen anderen Handschriften zusammen. — Cod. D ist entschieden besser als B, mit dem er oft zusammengeht, und wie dieser steht er der Classe a etwas näher, als CFG. Beide scheinen, ihrem ersten Ursprünge nach, aus einem reineren Codex als der Archetypos von ß war, zu stammen, sind aber durch Schuld der verschiedenen Abschreiber der Stammcodices unter den W erth von C gesunken. Die Fehler dieser Handschrift einzeln aufzuzählen, wäre zwecklos, da ja keine einzige Handschrift der praepar., weder A noch I noch C, frei von ähnlichen ist. Gegen D entscheidet nur die grosse Zahl derselben und die verhältnissmässig geringe eigentümlicher guter Lesarten. Doch fehlt es auch

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