Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 97)
- Language
- German
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Anmerkungen. 1. Handschriften und Ausgaben. Der Werth der Handschriften, in denen die praeparatio des Ensebios uns vorliegt, lässt sich mit grosser Sicherheit bestimmen. Man braucht nur die zahllosen grossen und treuen Excerpte mit den Texten der uns noch erhaltenen Schriftsteller zu vergleichen, um aus der grösseren oder geringeren Uebereinstimmung der Handschriften ein Urtheil über den Werth derselben zu gewinnen. Freilich sind einige Codices bisweilen nach den excerpirten Schriftstellern verbessert, also in Bezug auf den Text des Eus. verschlechtert worden. Solche Fälle können durch Vergleichung verschiedener Schriftsteller und des Eusebischen Contextes selbst leicht als solche erkannt werden und sind bei der Beurtheilung der Handschriften einfach zu eliminiren. — In seiner Ausgabe giebt Gaisford die Varianten von 9 codd. an, von denen aber A H nur die ersten 5 Bücher umfassen, für Alexander also nicht in Betracht kommen. Einige andere Handschriften und Vergleichungen beschreibt er praef. p. IIIf. — Aus den codd. ABCD E theilt auch Seguier de St. Brisson in der Migneschen Ausgabe des Eus. einige Varianten mit, die oft den von Gaisford angegebenen widersprechen und durchweg minder zuverlässig als diese erscheinen. Ein sechster cod. (461) wird das. p. 1483 erwähnt, wahrscheinlich ist aber cod. Par. 451 (A) verstanden. — Der Güte des Herrn C. P. Tiele in Leiden verdanke ich eine Vergleichung von cod. Voss. 197 (L). Diese Handschrift ist sehr lückenhaft, nahe verwandt mit EI und, wie es scheint, nach Stephanus’ Ausgabe von zweiter Hand corrigirt. Auch cod. Voss. qu. 5 5 soll dem Kataloge zufolge die praepar. enthalten. Wie aber Herr Tiele mir schreibt, 'enthält derselbe ausser Stücken von Plutarchos und Theophrastos nichts Anderes als Excerpte aus Eusebios 7tsqi yoQOv^Lsvrjg 'EIXrivcov xai Alyvitricov fteoloyicts9, also bloss Auszüge aus dem dritten Buche der praeparatio. — Auch die Vaticana besitzt eine Handschrift der praep. an c 0 d. V a t. 1 3 0 3. ch ar t. f 01. s a ec. XV (V). Herr Dr. L. Mendelssohn hat die Freundlichkeit gehabt, von den hier behandelten Alexandrischen Excerpten eine neue Vergleichung für mich anzufertigen. Dieselbe ergiebt, dass der codex GF am nächsten steht und besonders wichtige Varianten nicht darbietet. — Der Güte des Herrn Bibliothekars Valentinelli und des Herrn Professors Riccoboni verdanke ich eine neue Vergleichung des cod. 341 der Marciana (I) zu einigen besonders wichtigen Stellen des ersten und neunten Buches. — Zu grösstem Danke hat mich Herr Professor A. v. Gutschmid verpflichtet, der eine von Herrn Dr. Benedict Niese für ihn angefertigte, auf alle Alexandrischen Excerpte sich erstreckende Vergleichung desselben wichtigen codex (I) mir zur Verfügung gestellt hat. Da dieselbe viel genauer als die Gaisford’s ist, sind alle Abweichungen von Gaisford’s Angaben, mit Ausschluss der auf unbedeutende Einzelheiten bezüglichen, in dem nachfolgenden Textabdrucke verzeichnet worden. Die Varianten der übrigen Handschriften wenn auch nur in Proben bekannt zu machen, musste ich mir versagen, um die dieser Abhandlung gesteckten Grenzen nicht zu sehr zu überschreiten. Die Urtheile über den Werth der Handschriften und ihr Verhältniss zu einander weichen wenig von einander ab. Dass CFG nahe verwandt sind, erklärt