Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 77)
- Language
- German
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179 flüchtig gedenkt (c. Ap. I 23), Dies und Menander, aus deren Schriften er grössere Auszüge mittheilt (das. 117.18. 21). Ihnen schliessen sich an die gänzlich unbekannten, angeblich phönikischen Geschieht- Schreiber Mochos, Hypsikrates, Theodotös (sicherlich nicht der oben S. 99 erwähnte) und der Aegypter Ptolemäos, die Tatianos nennt (c. Gr. c. 58. 59), endlich die von Alexander selbst excerpirten Theophilos, Timochares und Xenophon, cder Yermesser Syriens3. — Rauch mochte wohl die ganze Zahl dieser zum grössten Theil wohlbeglaubigten Documente nicht gekannt haben, als er seine Behauptung aufstellte, dass ein Sammelwerk über die Geschichte der Juden im ersten vorchristlichen Jahrhundert von einem heidnischen Yerfasset* nicht herrühren könne• erstaunlich aber ist das dieser stattliehen Reihe von Zeugen gegenüber ausgesprochene MachtwortHavet’s (a. a. 0. p. 76), cqu’il n’existe avant l’epoque romaine aucun temoignage authentique sur le judäisme3. Ein solches Wort konnte freilieh erst gesprochen werden, nachdem eine Art kritischen Gemetzels einen grossen Theil dieser Zeugen aus dem Wege geschafft hatte: eine Gewaltthat, die einer kurzen aber schneidenden Yerurtheilung von Seiten des competentesten Richters, A. v. Gutschmid’s, nicht hat entgehen können (s. LCB1. 1874 N. 21). — Etwas anders gewendet erscheint Rauch’s Beweisführung bei Cruice. Dieser hält es für undenkbar, dass von allen griechischen und römischen Schriftstellern Alexander allein jüdische Autoren anführe und ihre Schriften über alle Gebühr lobpreise (p. 26). Das wäre in der That bedenklich, wenn es nur wahr wäre. In Wirklichkeit aber hat Alexander niemals über seine Excerpte ein Urtheil abgegeben. Das einzige, was er einige Male von ihnen sagt, ist, dass sie mit der heiligen Schrift übereinstimmen (c. 20 und 29. 439b. 445 d). Heisst das mit Recht rde judaicis libris laudatoria ultra fas jactitare3? Zudem findet Alexander jene Uebereinstimmung auch da, wo nicht die Spur einer solchen besteht, nämlich in Bezug auf das Fragment des Malchos-Kleodemos. Einer solchen und grösseren Genauigkeit im Citiren jüdischer Schriften dürfen sich aber noch zahlreiche andere heidnische Schriftsteller rühmen: Hekatäos von Abdera (Diodor XL 1); Longin oder Cäcilius (7T€(jl vipovg IX 9)*), Trebellius Pollio (Claud. c. 2), ja selbst Selbst wenn diese, wie der Name des Verfassers der Schrift, vielfach angefochtene Stelle interpolirt ist, wofür entscheidende Gründe nie beigebracht sind, 6*