Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 76)
- Language
- German
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178 unverhohlener Bewunderung von Sitten und Bräuchen des fremden Volkes (s. Bernays das. S. 110). Wie diese vorurteilsfrei forschenden Schüler des grossen Mannes, so haben auch die der Zeit nach ihnen nahe stehenden Euhemeros (Jos. c. Ap. I 23), Hekatäos von Abdera (bei Biodor XL 1) und Megasthenes (Clem. str. 1360 Pot.) der Juden gedacht. Von Euhemeros’ Berichten wissen wir nichts Genaues 5 Hekatäos aber erzählt im Tone ehrender Anerkennung und mit besonderer Ausführlichkeit von dem merkwürdigen Volkchen, seinem Lande, seiner Geschichte und seinen Sitten, und Megasthenes, der Zeitgenosse des Seleukös Nikator, versichert sogar, dass Alles, was die Griechen über die Natur der Dinge pliilosophirt haben, auch von Brahmanen und Juden gelehrt worden sei. Nur unsicher ist dagegen die Kunde jüdischer Dinge bei Ephoros dem Kumäer (Clem. str. I 404), und mit nicht grösserem Rechte als von Hellanikos ist sie von Philochoros (Müller fr. h. Gr. I 385) *bezeugt. Derselben wissensdurstigen und schreiblustigen Zeit gehören an der chaldäische Hellenist Berossos und der Aegypter Manetho, die beide von den Juden sprechen, soweit das Interesse der eigenen Volksgeschickte es räthlich erscheinen lässt. Auf den Boden Griechenlands aber führen uns zurück Hermippos, der einen Einfluss jüdischer Anschauungen auf Pythagoras annimmt (Jos. c. Ap. I 22; Origen, c. Gels. I 13 Sp.), Polemon, der gelehrteste und zuverlässigste der Periegeten, welcher vom Auszuge der Israeliten aus Aegypten unter der Führung Moses’ berichtet (Just. Mart. coh. p. 13; Jul. African. bei Euseb. pr. ev. X 10. 490b), Mnaseas, dessen Kenntniss jüdischer Geschichte Josephus bezeugt (c. Ap. I 23), Agatharchides, der über die Strenge der Sabbatgesetze spöttelt (das. I 22), Polybios, der an verschiedenen Stellen seines grossen Werkes die Geschichte Palästinas berührt und eine ausführliche, jetzt leider nicht vorhandene Schilderung Jerusalems und seines Tempels versprochen hat (XVI 39), und endlich die Zeitgenossen unseres Polyhistors, Apollonios Molon (Jos. c. Ap. H 7. 14) und Poseidonios (das. II 7. 8). — Der Reihe dieser Schriftsteller, die vom fünften bis in das erste Jahrhundert sich herabzieht, könnte noch eine ansehnliche Zahl anderer eingefügt werden, die übergangen sind, weil über ihre Lebenszeit und die Beschaffenheit ihrer Schriften Sicheres nicht zu ermitteln ist, so die Griechen Aristophanes (nicht der Komiker, etwa im Hinblick auf Plut. v. 267), Hermogenes, Konon, Zopyrion, deren Josephus