Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 72)
- Language
- German
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174 aus eigener Phantasie und aus ägyptischen, griechischen, jüdischen Quellen zusammengegossen hat, nicht palästinischem Boden entsprangen sind. Sie sind eine schülerhafte Nachahmung dessen, was nach Juvenal’s heissendem Ausdruck (X 174) cdas trügerische Griechenland in der Geschichte wagte*; sie tragen die Kennzeichen hellenistischer Manier ebenso entschieden an sich, wie die Septuagintasage, die palästinische Gesetzeslehrer demselben Manne, wenn auch nicht unmittelbar, entlehnt haben (Frankel Vorstudien S. 27), entschiedener noch als jene überschwengliche Schilderung der Weisheit, die wir auf dem ersten Blatte der sogenannten 0grossen Midraschsammlung* lesen, und als viele andere hellenistische Anschauungen, von denen früher (S. 68f.) Einzelnes erwähnt worden ist. Nichts kann besser als die Artapanischen Fabeleien beweisen, dass auch der harte palästinische Boden nicht unberührt von hellenistischen Einflüssen geblieben ist; denn nirgends liegt der Weg, auf dem die Erzählungen der Hellenisten zu den Palästinern und in alle Welt gewandert sind, so klar vor unseren Augen. Allerdings, wie viele Mittelglieder die Kette zwischen Artapan und den Midraschim schliessen mögen, kann hier nicht bestimmt werden; aber bis auf geringfügige Einzelbeiten genau wird folgendes Steinma diese Sagenkette veranschaulichen: Artapanos Alexand. [x] [.Tiid. Umarb.] Euscb. Numen. Jos. [y] Kircb.-Sehr. Kircli.-Schr. Midrasch. Echtheit und Bedeutung der Fragmente. Die Voraussetzung der vorstehenden Untersuchungen war die Echtheit der Fragmente und ihre Sammlung durch Alexander Polyhistor. Diese Grundlage und mit ihr der ganze über ihr aufgeführte ‘Bau ist durch die Angriffe bedroht, welche von mehreren, besonders französischen Gelehrten gegen sie gerichtet worden sind. Ueber