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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1875-01-01 · 1875 · page 68

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1875
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 68)
Language
German
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IRI
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170 Befreiers Israel's vorhersagenden, ägyptischen Priestern, deren Weissagung sich im Grande vollständig bewährt (II 9, 2. 7. 10, 1), ist ganz im Sinne der Artapanischen Fiction. Es entspricht nicht dem sonst hervortretenden Charakter der Josephischen Darstellung, neue Züge frei zu erdichten. In Artapan’s Schrift wird er daher gefunden haben, dass nach Joseph’s Tode die Herrschaft an eine andere Dynastie übergegangen sei (H 9, 1), was wohl mit der Hyksössage, wie sie Artapan (oben S. 156f.) auffasst, in Verbindung stand; dass die Israeliten im Dienste der Aegypter die Pyramiden gebaut, Canäle gezogen und die Städte durch Dämme geschützt haben. Da neuere Forschungen eine Bestätigung des letzteren Berichtes aus ägyptischen Inschriften ergeben (Rev. archeol. 1864 p. 228; Stud. und Krit. 1863 S. 719 f.), so darf man annehmen, dass eine wenn auch getrübte ägyptische Quelle hier von Artapan benutzt und aus seiner Schrift bis zu Josephus herab gelangt ist. Auch in späteren Darstellungen des Josephus finden wir Anklänge an Artapan. So wenn Moses bei seinem ersten Auftreten vor Pharao ihn an seinen Kriegszug nach Aetliiopien erinnert und mit Achtung von den ägyptischen Priestern spricht (Ant. II13, 2- 3). Ob nun aber die Urschrift selbst, ob eine spätere Ueberarbeitung derselben Josephus Vorgelegen habe, kann nicht mit Bestimmtheit ausgemacht werden. Da bei Josephus Alles ausgemerzt ist, was im Namen ägyptischer Priester zu Gunsten heidnischen Götzendienstes von Artapan erdichtet war; da Merris von Josephus Thermuthis genannt wird; da er ferner den Artapan, den er sicher wie Eupolemos und Demetrios für einen Heiden gehalten hätte, wenn er ihm bekannt gewesen wäre, dort, wo er eine möglichst grosse Reihe von Autoren aufführt (c. Ap. I 23), nicht nennt'־'״), so scheint allerdings eine von jüdischer Hand angefertigte *) Josephus nennt ebensowenig den Alexander an dieser Stelle, und doch hat er Alexander’s Sammelwerk in den Antiquitäten benutzt (oben S. 33) und in der Streitschrift4gegen Apion5 (I 23), Theodotos, Eupolemos, Demetrios und Philon, die letzten drei in einer Reihenfolge erwähnt, die beweist, dass er sie aus Alexander’s Excerpten kennt. Er benutzt ferner Demetrios häufig in den Antiquitäten, wie oben (S. 34. 46. 49. 61 f.) nachgewiesen worden ist. Aber wie Artapan, so mag er auch diesen aus Ueberarbeitungen kennen gelernt haben, die er, überall flüchtig und nachlässig, mit den Alexandrischen Excerpten nie verglich und daher als Eines Ursprungs mit denselben nicht erkannte. So konnte er denn den unverzeihlicken Irrthum begehen, den Chronographen Demetrios mit dem Phalereer zu verwechseln, was zu entschuldigen noch schwerer ist, wenn man, wie oben (S. 61 f.)

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