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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1875-01-01 · 1875 · page 57

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1875
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 57)
Language
German
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IRI
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159 Athits der Denkmäler (Bragseli Gr. J. I 274; Ewald II3 20). Er lässt die Israeliten in Heliopolis und San wohnen (denn das besagt die richtige Lesart 430 a11), auch hier in Uebereinstimmung mit guten Nachrichten. In Heliopolis wohnten Israeliten nach Papyros lind anderen Quellen (LXX Ex. 1,11; Josephus Ant. H 7, 6; Chabas voy. d’un Egypt. p. 211; Lepsius Chronol. I 326). San ist einer der vielen ägyptischen Namen von Tanis, wo Moses nach Ps. 78, 12 seine Wunder gethan hat (Brugsch G. J. I 300; Ebers d. Gos. 498f.), und Artapan nennt die Stadt so und nicht mit ihrem griechischen Namen, weil er die gemeine ägyptische Schreibung, wie bei Kessa statt Gesem, vorzieht. Dass der östlichste Gau Aegyptens Arabia heisst (Brugsch G. J. I 126. 140), ist ihm wohlbekannt (436 a; vgl. LXX Gen. 45, 10. 46, 34). — Die Beschreibung der Körperbeschaffenheit Moses’ (436 c) scheint eine Kenntniss jener priesteiiichen Bücher vorauszusetzen, in denen nach Diodor (I 44) genau verzeichnet wurde, rwie beschaffen jeder König an Körpergrösse gewesen war’. Artapan kennt das Kastenwesen, wenn er, um unkriegerische Schaaren zu bezeichnen, einfach von Ackerbauern spricht (432 d; s. Lumbroso Rech. p. 55). Er weiss, dass der Apis in Memphis verehrt wird (433b; Plut. de Is. 20. 29). Die Erzählung, dass der Apis und cdie anderen von Moses geheiligten Thiere* in Memphis begraben seien (das.), setzt voraus, dass er Kunde von der grossen Nekropolis hatte, die in der Nähe von Memphis sich meilenweit ausdelinfc (Brugsch G. J. I 239). Mit der Beisetzung der todten Thiere wird aber Moses-Töt in Verbindung gebracht, weil (nach Diodor I 96) fder ägyptische Hermes die Mumie des Apis bis an eine gewisse Stelle bringt5 (s. Brugsch das. 241). Dass bloss die Priester Aegyptens die Beschneidung üben, erklärt er mit Recht (433 a; s. Horap. I 23 Leem.), während dagegen Herodot (II 36. 104) die Allgemeinheit der Sitte fälschlich anzunehmen scheint. Nur seine Schilderung einer gewaltigen Nilüberschwemmung als eines Nationalunglücks für Aegypten (435 b) scheint Allem zu widersprechen, was wir hierüber wissen (s. Leps. Chron. S. 24); doch trägt auch hier wieder Alexander mit seiner gewohnten Leichtfertigkeit die Schuld des Missverständnisses. Denn Artapan hat nicht von einer gewöhnlichen Ueberschwemmung, sondern (nach der von der besten Handschrift gebotenen Lesart 15) von einer Ueberschwemmung durch das in Folge der Verwandlung in Blut faulig gewordene Nilwasser gesprochen.

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