Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 56)
- Language
- German
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158 Hof Moses erzogen wird, deutet darauf hin, dass er seine Erzählung in die Zeit der 18. Dynastie versetzen will; denn unter König Chencheres, den 12. dieser Dynastie, setzt auch Eusebios (chron. p. 99 Zohr.) den Auszug an. Nach Lepsius’ Vermuthung (Chron. I 359) würde Chenephres identisch sein mit Menophres, wie Menephtha bei dem Mathematiker Theon heisst: dann hätte Artapan Moses in die 19. Dynastie versetzt. Doch weder zu einem Könige der 18. noch zu einem der 19. Dynastie passt der Name des mit Chenephres gleichzeitig regierenden Königs Palmanotlies. Das will nun freilich wenig besagen, wenn man bedenkt, wie Adelfache widersprechende Angaben über die zur Zeit des Auszugs regierenden Könige von alten und neuen Forschern gemacht worden sind (s. Kellner de fragm. Maneth. p. 5). Aber es braucht nicht erst hervorgehoben zu werden, dass auch sonst fast jede Zeile dieser Fragmente gänzlichen Mangel an geschichtlichem Sinn verräth; dass insbesondere die Angabe, die Erfindung der Hieroglyphenschrift, die Einführung des Ibis- und Apisdienstes, der Beginn der jährlichen Nilschwelle, die Erbauung von Hermopolis und Meroe habe unter der 18. oder 19. Dynastie oder überhaupt während der Lebenszeit Moses stattgefunden, fast ebenso thöricht ist, wie die Verbindung von Moses’ und Tot. — Sehen wir hiervon ab, so ist anzuerkennen, dass Artapauos, wie sich schon oben gezeigt hat, eine bei jüdischen Hellenisten ungewöhnliche Kenntniss ägyptischer Verhältnisse beweist. Die von ihm gewählten Namen sind ein wenig entstellte, übrigens echt ägyptische Namen, wenn ein Nichtägyptologe, der alle seine Kenntniss ägyptischer Dinge durchaus secundären Quellen entnehmen muss, sich dieses Ausdrucks bedienen darf. Palmanotlies erinnert an Pamenothes und Pamonthes bei Brugsch (Dem. Griech. Eigenn. S. 32. 11). Ueber Chenephres ist eben gesprochen worden (vgl. Synk. 104, 4 Bonn.). Chanethoth ist echt ägyptisch nach Lauth (a. a. O. S. 78); Nacheros ist wohl mit Neli era bei Brugsch (G. J. I 49. 113), Merris mit den verschiedenen Formen des Namens Moeris, Mares, Meyres (s. Bunsen Aeg. H 200 f.) zusammenzustellen. — Die geographischen Namen der Bibel ägyptisirt Artapan. Er sagt (431 d) Ksögccv statt Tscräß der LXX, entsprechend dem hieroglyphischen Kesem (Ebers Durch Gosen S. 505). Das biblische Pi-thom, Pathumos bei Herodot (H 158), wird bei ihm nach Abscheidung des Artikels P und gewiss in Vergleichung mit Etam der Bibel zu ’A&wg (430 a), wohl entsprechend dem Ats oder