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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1875-01-01 · 1875 · page 55

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1875
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 55)
Language
German
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IRI
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157 mit den Hyksös erkennen lässt". Doch hier könnte man ausweichend annehmen, Artapan habe nur die Erzväter von dem Vorwurfe reinigen wollen, den die schlichte Wahrheitsliebe der Bibel auf sie ladet. Mit dergleichen Ausflüchten aber lassen sich andere Angaben Artapan’s nicht erklären. Nach dem Tode Joseph’s und des mit ihm gleichzeitigen Königs Mempsasthenoth wird dessen Sohn Palmanothes König von Unterägypten (431 d); König von Mittel־ und Oberägypten ist Chenephres (432 a. 433 a); denn — wie Artapan sagt —ces regierten damals Viele über Aegypten" (432 a). Diese letzte Nachricht, zu der keinerlei Veranlassung vorlag, passt nur auf die Hyksöszeit. Noch entschiedener erhellt Artapan’s Bekanntschaft mit der Hyksössage aus Folgendem: Reüel, der Schwiegervater Moses’ will mit seinen Arabern ceinen Feldzug gegen Aegypten unternehmen und die Königsherrschaft seiner Tochter und seinem Eidam verschaffen3. Moses verhindert ihn daran, 'befiehlt aber den Arabern, Aegypten zu brandschatzen"*). Später cheisst ihn eine göttliche Stimme gegen Aegypten zu Felde ziehen", und so Cbeschliesst er denn auch, eine feindliche Heeresmacht gegen die Aegypter zu führen3 (434 c). Alles dies, die durch Nichts motivirte Zutheilung des Reiches an verschiedene gleichzeitige Könige und die ausdrücklichen Angaben Artapan’s über feindliche und freundliche Züge von Semiten in das Land der Aegypter, beweist, dass hier eine Gestalt der Sage vorliegt, die zu sehr von den jetzt vorliegenden Angaben Manetho’s abweicht, als dass sie diesem entnommen sein könnte. Nur in zwei sehr bemerkenswerthen Zügen stimmt Manetho (c. Ap. I 14. 26) mit ihm überein: im Herbeirufen der Hirtenstämme durch Moses und in der Unter- Scheidung derselben von den Israeliten. Hierin ist Artapan sogar genauer als Josephus, der, einem schon gefälschten Manetho folgend, die Hyksös mit seinen eigenen Stammgenossen für identisch hält (s. Brugsch Hist. I 76 f.; Lepsius Chron. I 317 f.). — Im übrigen ist Alles bei Artapan zu suchen, nur nicht Klarheit der geschichtlichen Situation. Der Name Chenephres, als der des Königs, an dessen 434 (״b 4: xov 8h (sc. Ma>ii00v)f PayovrjXov 81anco%vo1n;cc ötqcctsvsiv, xols'jQUipL tzqog- Tugeiv X7]6T8VSLV xrjv Aiyvnxov. Der in den Ausgaben und natürlich auch in den lateinischen Uebersetzungen gänzlich unverständliche Satz wird durch Setzung des Kommas vor, statt (wiebei Stephanus, Vigerus, Heinichen, Gaisford, Migne) nach T0tg ”AgcapL vollkommen klar.

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