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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1875-01-01 · 1875 · page 49

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1875
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 49)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720963--048-2722844
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151 Thierverehrung erklärlich. Ein Aegypter hätte dergleichen nie von einem Nichtägypter ausgesagt; ein Jude, der in eigenem Namen re־ dete, den Gründer seiner Religion nicht für den Urheber ägyptischer Abgötterei ausgegeben. Wohl aber konnte ein Jude, der ägyptische Priester reden liess, diesen in den Mund legen, was er selbst zwar als unwahr zurückwies, aber doch mittheilte, uni zu zeigen, wie gewaltig die Bedeutung des jüdischen Gesetzgebers selbst denFremden erschien. ־־־־ Die Rechtfertigung dieser Muthmaassung gewährt uns eine lange Reihe noch heute erhaltener, ebenfalls in ägyptischer Verklei־ düng erscheinender griechischer Schriften. Will man selbst den angeblich von dem ägyptischen Priester Abammon an Porphyrios gerichteten Brief über die Mysterien für echt halten, was gewichtige Stimmen widerrathen (Bunsen Aegyptens Stellung I 37), so zeigen doch die falsche Sothis, die anoislsa^iaza Manetho’s und eine grosse Zahl hermetischer Schriften, wie oft Heiden und Christen durch Zurückführung ihrer Ansichten und Lehren auf ägyptische Priester und Götter denselben den glänzenden Anstrich uralter ägyptischer Offenbarung zu geben versuchten. Dass auch Verherrlichungen jüdischer Geschichte ägyptischen Priestern von Hellenisten zugeschrieben wurden, beweist nicht bloss die oben (S. 142) angeführte Nachricht Pseudo-Aristeas’, nicht bloss desselben Mannes Versieherung, dass die vornehmsten Priester die Israeliten cSöhne Gottes* genannt haben (38, 25), sondern auch des Josephus Angabe, dass selbst cdie Aegypter Moses für einen wunderbaren, ja göttlichen Mann erklärten* (c. Ap. I 31). Ja selbst Apion hat seinen Lügen eine Erzählung beigemengt, welche dem von Artapanos über Moses Berichteten ähnlich ist, da auch in ihr der Gesetzgeber Israel’s als Urheber einiger den Tempeldienst der Aegypter betreffenden Einrichtungen erscheint (c. Ap. II 2). Wem aber alle diese Gründe als blosse Vermuthungen noch nicht genugthun, den kann mehr als Ein Citat, das selbst in den verstümmelten Excerpten Alexanders stehen geblieben ist, von der Richtigkeit der liier dargelegten Auffassung der Artapanischen Schrift überzeugen. Als die gelehrtesten der ägyptischen Priester galten schon dem Herodot (H 3. vgl. Strab. XVH 806) die von Heliopolis, und an zweiter Stelle nennt er die Priester von Memphis und Theben (das.). Jene führt Artapanos als Zeugen für die Dauer des von Moses gegen Aethiopien geführten Krieges an (432 d). Ihnen wird ferner eine Mittheilung über den Durchgang'

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