Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 41)
- Language
- German
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143 Ausdrucks cGott habe den lob hochgeschätzt* {äyaa&svca 431b) sich bedient haben. Es besteht also zwischen der Schrift und dem angeblichen Briefe des Aristeas gar kein anderes Verhältuiss, als das der Name geschaffen hat, und ein solches könnte man auch zwischen ihr und den dem alten Prokonnesier Aristäos untergeschobenen Werken (Dion. Hai. De Thuk. c. 23) finden. Nichts aber widerspricht, Alles begünstigt die Annahme, dass unsere Schrift von einem Israeliten Namens Aristeas verfasst ist, der ohne jeden Truggedanken eine der griechischen Bibelübersetzung sich treulich anschliessende Bearbeitung der Geschichte Israel’s geliefert hat. Möglich, dass sie der Fälscher des Aristeasbriefes schon gekannt hat; jedenfalls ist sie in der Zeit entstanden, die zwischen der Uebersetzung des Iobbuches und dem Zeitalter des Polyhistors liegt, also wahrscheinlich im zweiten vorchristlichen Jahrhundert. Was man Näheres über ihre Abfassungszeit, was man über Heimath und Herkunft ihres Verfassers vermuthen möchte und vermuthet hat, das ist zu unsicher, als dass es Gegenstand weiterer Erörterung werden dürfte. Die Trugschrift des Artapanos. Nachdem das in Alexander’s gesammter Schriftstellerei hervortretende Verfahren auch in den bisher untersuchten Bruchstücken seines Sammelwerkes 'über die Juden* nachgewiesen worden ist, darf für die umfänglichen Fragmente des Artapanos, die derselben Schrift angehören, vorausgesetzt werden, dass der Compilator diesen Th eil seines Werkes nicht anders zusammengestückelt haben werde, wie seine übrigen Excerpte; dass er auch hier, trotz mancher kleinen Sünden, im allgemeinen als zuverlässig anzusehen sei. Dies vorausgesetzt, bieten die Fragmente des Artapanos der Erklärung nicht geringere Schwierigkeiten dar, als die des Demetrios und Eupolemos. Der erste Eindruck, den sie auf den Kenner der hellenistischen Litteratur machen, entscheidet für ihren jüdischen Ursprung. Unverkennbar tritt das Bestreben hervor, die Geschichte Israel’s durch Deutung und Erweiterung der biblischen Erzählungen zu verherrlichen, ihre Lücken durch romanhafte Dichtung zu scliliessen, die Helden der jüdischen Vorzeit vor möglichem Tadel zu schützen und als die Wohlthäter der Menschheit hinzustellen, ein Streben, das bei einem Heiden undenkbar, allein schon hinreicht, um den Verfasser als