Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 39)
- Language
- German
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141 EsauV gewesen. Oder er hat den Nominativ viog auf den Genetiv Zaqs bezogen (vgl. apok. Joh. 1, 4f.) und Zare einen Nachkommen der Nachkommen, also lob einen Urenkel Esau’s genannt. Kein Grieche konnte so construiren und diesen Sinn aus diesen Worten herauslesen. Alexander bezog den Sprachgesetzen gemäss viog auf *laß und verstand: cIob war ein Sohn Sare’s und einer von den Söhnen Esau’s3. Dachte er bei seiner schnellfertigen Art zu excerpiren über diesen Widerspruch überhaupt nach und strich er nicht einfach die unpassenden Worte naxqog [isi* Zao£, so sah er Sare für einen der vielen Namen Esau’s an, und in der That konnte Zaoa so gut Zijdq (שעיר) sein, wie lob zu Jobab geworden war1״‘). Hieraus ergiebt sich denn, dass der Verfasser des Zusatzes einen vollständigeren Text vor sich gehabt hat, als das Excerpt des Alexander: also entweder die Originalschrift des Aristeas oder eine aus dieser abgeleitete, aber sicherlich griechische Quelle. Keine dieser Annahmen ist undenkbar, denn, eines Targums zu lob wird um die Mitte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts Erwähnung gethan (Zunz G. V. S. 62); die Zusätze zu lob, in denen dieses Targum angeführt wird, können also aus den ersten Jahrhunderten stammen, und dass Aristeas’ Schrift öder Bearbeitungen derselben bis um diese Zeit sich erhalten haben, ist durchaus nicht unwahrscheinlich. Schwieriger ist es zu bestimmen, in welchem Verhältnis die Schrift des Aristeas zu dem angeblichen Aristeasbriefe steht. Man hat jene entweder als eine echte Schrift jenes ägyptischen Hofbeamten Aristeas angesehen, die Pseudo-Aristeas erst Veranlassung *) Wer das nicht für möglich hält, muss hei Aristeas xov *Haav in v 16 v *Haav 'ein Sohn Esau’s’ — Sare — (zur Construction vgl. 422c. d. 424d. 425a. 429c.), was die schwankende Ueberlieferung des Satzes begünstigt, und in der Nachschrift zu lob viog in viov ändern. Auch in diesem Falle hat Alexander die von der Nachschrift erhaltenen schwer verständlichen Worte Aristeas’ in seiner Weise verstanden: das Ergebniss ist also dasselbe. Aristeas kannte jedenfalls das richtige Verhältniss Jobab’s zu Esau (wie der Zusatz beweist: £6x8 shca avxov 7t8u7tzov and Hierbei rechnet er das erste Glied der Geschlechterreihe nicht mit, was Demetrios (fr. 3)*, Philon (II 81, 35)•, Jos. Ant. (I 3, 2. II 9, 6) thun. Vielleicht hat der Polyhistor aus Aristeas auch die Form BccGGagccg oder BoaoQQccg aufgenommen, welche die Nachschrift als Genetiv darbietet und die er als nicht declinirte Nominativform ansah (wie ,Elicpctg LXX Gen. 36, 11. 12). So finden wir auch c. 24. 430 a: zo 8v ,A&ag . BccGGaQug schreiben alle Codices bis auf den von schlimmsten Fehlern strotzenden B.