Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 38)
- Language
- German
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140 Ist nun aber in der Nachschrift das Excerpt Alexander’s oder die Schrift des Aristeas benutzt worden? Das letztere e1* *giebt sich aus folgender Erwägung. Dass Iob-Jobab der Sohn der Bassara war, was Aristeas und die Nachschrift berichten, ist keine blosse Erdichtung und kein Schreibfehler, aus der Verwechselung Bassara’s mit Bossmas hervorgegangen, wie Herzfeld (Gesell. IH 577) annimmt, sondern eine dem griechisehen Wortlaut der XXX (Gen. 36, 33) genau entsprechende Erklärung: 3Iwßctß viog Zagd ix Bocroqgac. Diesen Namen konnte ein Grieche nur für den der Mutter, nicht der Heimath ansehen, da in letzterem Falle Boaaogctx^g oder sonst ein i&vixov erwartet werden durfte. Zxq6 aber nennt den Vater Jobab’s die Nachschrift, nicht Zagd, wie unsere heutigen Texte der LXX aufweisen, und beweist damit, dass sie ihn mit Zags^ dem Enkel Esau’s (36, 13), identificirt. In der That fehlt jeder Grund, sie auseinander zu halten,•da auch der hebräische Text beide Male זרה darbietet. Doch wie erklärt sich, dass Aristeas trotz seiner sonstigen guten Kenntniss der Bibel in ihrer griechischen Uebersetzung, trotz der eben angeführten, von ihm selbst benutzten Worte und der übrigen unzweideutigen Angaben der Bibel über die Kinder Esau’s, den groben Verstoss begehen konnte, Iob-Jobab einen Sohn Esau’s zu nennen, der sein Urenkel war? Die Nachschrift zu lob beweist, dass nicht Aristeas, sondern Alexander diesen Verstoss begangen hat. Die entsprechenden Worte lauten hier: rjv 8s avtbg (sc. J101 ß) naegbg tasv Zage ix xeov 3Haav viwv vtog, firjxgbg di Boaoggag, doaxs elvai avxov 7ts\mxov ano Äßqaäf.1. Das oder Aehnliches hat Aristeas selbst geschrieben und in diesem schlechten Griechisch, wie es sich auch sonst trotz der Kürze des Excerptes bei ihm findet'*), sagen wollen: Iob-Jobab sei ein Sohn Sare’s und Bassara’s und cein Nachkomme unter den Nachkommen wie Kamphausen (bei Bleek das. S. 654) annimmt, von Aristeas benutzt worden sein. Die Frage nach dem christlichen oder jüdischen Ursprung der Zusätze wage ich nicht zu entscheiden. Bleek (das.1 S. 648) entscheidet für christlichen, Frankl (M.־Schr. 1872 S. 306 f.) für jüdischen Ursprung, beide, ohne des Aristeas zu gedenken. *) Unbeholfen und unlogisch ist die Zusammenstellung in ysv8G&cu 8’ avzbv Sixcuov xal 7toXvxzr\vov (430d) und 8[1[1sv8lv avzbv sv zs tf! svGsß.sla xai zoiq dzivoZg (431 b)} sprachwidrig die Verbindung in itUQatpvza 8’ avzov zov ftsov ififislvai (431a). Ist ifipsvca wie Siazslsco construirt und sollen die Worte bedeuten, ' Gott habe fortwährend ihn versucht’? oder sind sie aus nugatpvzog 8’ avzov zov ftsov verderbt?