Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 35)
- Language
- German
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1B7 um das geographische Colorit der Schrift zu wahren, einige der von ihm gewählten Namen der Genes. 36 gegebenen Geschlechtstafel Esau’s entnommen. So finden wir Eliphas als Sohn Esau’s (36, 11) wieder; cder Taimanite* (Job 2, 11) erinnert an Taiman und das Taimanitische Land (36, 11. 34), und Uz, das Vaterland lob’s, an Uz, den ed'omitischen Fürsten (36, 28). Wer nun lob als geschichtliche Person ansah und an eine dichterische Fiction nicht glaubte, musste ihn unter den Nachkommen Esau’s suchen, um so lieber, als die geheimnissvolle Hauptfigur des Buches, in dem jeder Anklang an die sinaitische Gesetzgebung vermieden ist, am besten in die vormosaische Zeit zu passen schien. Für einen Leser der griechischen Bibelübersetzung traten sogar zu den erwähnten noch einige andere gemeinsame Züge hinzu. Sophar, der Freund Iob’s, Scoyäo bei den LXX (lob 2, 11), erscheint bei diesen auch als Enkel Esau’s (Gen. 36, 11. 15), während der hebräische Text allerdings keinen Anlass gab, צופר dort mit צפו hier zu verwechseln. Endlich musste der Name Iob’s selbst, in griechischer Schreibung *Iwß, die Vergleichung mit Jobab (Jlooßaß), dem Urenkel Esau’s (36,33), nahelegen. Ja es scheint, als ob schon der griechische Uebersetzer des Buches lob diesen mit Jobab identificirt und unter die edomitischen Fürsten versetzt habe; denn nur unter dieser Voraussetzung ist es begreiflich, warum die drei Freunde Iob’s bei ihm in Könige verwandelt sind (2, 11): eben weil Eliphas, Sophar und Jobab selbst in der Geschlechtstafel der Genesis als Fürsten und Könige von Edom auftreten. — Einem Hellenisten wie Aristeas, der die LXX gelesen und die Erhebung der Freunde Iob’s zu Königen schon vorgefunden hat — wie sein mit LXX lob 2, 11 genau übereinstimmender Ausdruck beweist —, war hiermit und aus allen übrigen Gründen die Identität von lob und Jobab eine geschichtliche Thatsache, und die letzte Schwierigkeit, welche die noch übrige geringe Verschiedenheit der Namen darbot, glaubte er zu beseitigen, indem er annahm, Jobab sei cder frühere Name’ Iob’s gewesen, eine Annahme, für die er auf die *"früheren Namen* Abraham’s, Sara’s und Josua’s hinweisen konnte. — In talmudischen Schriften verlautet Nichts von einer Identität!ob’s mit Jobab. Nur die Meinung wird mehrfach ausgesprochen, lob habe vor Moses oder zugleich mit Moses gelebt (Bab. Batr. 14b. Sota 11a. Ber. Rab. 57), und der freilich sehr späte Pseudo-Jonathan (zu Gen. 36, 12) hält Eliphas, den Freund Iob’s, mit dem gleichnamigen Sohn