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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1875-01-01 · 1875 · page 26

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1875
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720963--025-2722821
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Hellenismus um die Zeit der Makkabäerkämpfe. Denn dass diese Zeit neben Hellenisten von ausgesprochen antinationaler, geradezu dem Heidenthum zugewendeter Gesinnung, wie Jason, Menelaos und Alkimos, auch Männer erzeugt hat, die trotz ihrer Kenntniss griecliischer Litteratur und ihrer Vorliebe für griechische Studien mit unverbrüchlicher Treue ihrer Nation und ihrer Religion anhingen, ist aus vielen anderen Anzeichen als gerade aus den Fragmenten des Eupolemos ersichtlich. Wie albern auch die Einzelheiten der dem Aristeasbrief zu Grunde liegenden Fabel sind, um die Zeit seiner Abfassung muss es wenigstens als glaublich erschienen sein, dass Bewohner Jerusalems hinlängliche Kunde des Griechischen besassen, um die Bibel ins Griechische zu übertragen; sonst hätte diese Fabel nicht einmal erdichtet werden können. In der That spricht der wenigstens in diesem Punkt durch Nichts verdächtigte Verfasser von Palästinern, cdie nicht nur die Kenntniss der jüdischen Wissenschaft sich erworben, sondern auch auf die Aneignung der hellenischen nicht geringe Sorgfalt verwendet. . und die barbarische Starrheit der Gesinnung abgelegt hatten’ (35, 22f.). Die Existenz solcher Männer wird ebenfalls bewiesen durch die dem II MB. Vorgesetzten Briefe, die zwar gefälscht, aber doch nur unter Voraussetzung der Kunde hellenischer Sprache bei patriotisch gesinnten Palästinern gefälscht worden sind-, denn dass beide Briefe Ursprünglich hebräisch abgefasst sein sollten, ist kaum glaublich. Dasselbe wird bewiesen durch die Thatsache, dass die zwei einzigen Uebersetzer der Bibel und der Apokryphen, deren Namen und Vaterland wir kennen, Palästiner waren: der Sirachsohn und der Uebersetzer des Estherbuches‘5'־), Männer, die, geborene Palästiner, beide durch ihre Uebersetzung und jener auch durch seine Vorrede eine nicht gemeine Kenntniss des Griechischen verrathen. Nach Palästina gehört wahrscheinlich, auch Uebersetzung und Bearbeitung des Esrabuches, die nebst einigen neuen Zuthaten jetzt den Namen des 3. oder des griechischen Esra- *) Icli denke liier zunächst an den Uebersetzer des kanonischen• Buches, von dem vielleicht auch die ursprünglich hebräisch geschriebenen 'Stücke5 herrühren — bis auf die Briefe des Artaxerxes, deren langgestreckte Perioden und gesuchte Redeweise griechischen Ursprung verrathen, die daher auch im 2. Targum und anderen hebräischen Bearbeitungen fehlen. In der Nachschrift ist doch wohl statt des unsinnigen 7jv sqpaoav sfaou xcä zu schreiben 7jv syuoav avslvou 7t. 7/. — trotz der ungleichartigen aber durch Aehnlielies zu belegenden Infinitive.

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