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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1875-01-01 · 1875 · page 22

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1875
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720963--021-2722817
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124 zwölften des Ptolemäos von Aegypten*. C. Müller (fr. h. Gr. III 208) versteht Demetrios II. Nikator und Ptolemäos Physkon. Das fünfte Regierangsjahr des Demetrios, das freilich nicht dem 12. sondern dem 6. Jahre nach der zweiten Thronbesteigung Physkon’s entspricht, ist 171 Sei. — 142/1 v. g. Z., in welchem er die Unabhängigkeit der Juden anerkannte. Dies Jahr könnte somit als passender Endpunkt obiger Zählung gelten. Aber eine unbefangene Prüfung der von Ciemens erhaltenen W orte des Eupolemos findet bei dieser Erklärung ausser der angedeuteten,noch viele andere unübersteigliche Schwierigkeiten 12 und kommt zu dem Ergebniss, dass nur Demetrios I. Soter und Ptolemäos Physkon, der 170 zuerst zur Regierung kam, verstanden und als Endtermin der Zählung das Jahr 155 Sei. 158 g. Z. angenommen sein könne, in welchem Jahre ein förmlicher Friede zwischen Demetrios I. und Jonathan den Kämpfen der voraufgehenden Jahre ein Ziel setzte (I MB. 9, 70 f.). Es muss allerdings eingeräumt werden, dass, wenn auch das Jahr 158 einen guten Abschluss bildet, doch ein viel tiefer einschneidendes Datum durch das Jahr 142 gegeben wäre. Nur ist der Schluss ein übereilter, dass darum Eupolemos bis zu diesem letzteren Jahre gezählt haben müsse — denn er wird eben seine Schrift vor 142 abgeschlossen haben. Und diese Annahme stimmt vollkommen zu der oben (S. 103) aufgestellten Vermuthung, dass die Schrift des Eupolemos vielleicht zu denen gehört habe, welche dem König Philometor über die Streitigkeiten der Judäer mit den Samaritanern übergeben worden sind. Dass sie wenigstens nicht ohne Parteinahme gegen die Samaritaner abgefasst ist, ergiebt sich aus dem Hinweis auf Samaria, als auf eine von Judäa abhängige Landschaft (c. 33), aus dem geflissentlichen Gebrauch des Wortes *lovSaloi für *Eßqcuoi oder גiGQaqXTTca (oben S. 89), aus der nachdrücklichen Betonung des Umstandes, dass der Zion von Gott selbst als Ort des Heiligthums erkoren sei (c. 30 f.) und endlich aus der Wahl des Stoffes selbst, der Königsgeschichte von Judäa und der Prophetie Eli’s, die nach dem früher Erwähnten kein Samaritaner zu Gegenständen eingehender, ehrender Darstellung würde erwählt haben. Doch wie dem auch sei, jedenfalls gehört die Schrift, weil bis 158 herabgehend und von Alexander excerpirt, in die Zeit von der Mitte des zweiten bis in die erste Hälfte des ersten Jahrhunderts v. g. Z. Dem widerspricht nicht die Thatsache, dass Eupolemos schon den falschen Aristeas gekannt hat (oben S. 112), sondern umgekehrt ist hier- %

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