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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1875-01-01 · 1875 · page 19

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1875
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720963--018-2722814
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121 dessen räthselhafter Name allein schon die Hand des flüchtig excerpir enden, der Bibel unkundigen Polyhistors verräth, was auch Herzfeld (a. a. 0. HI 482) annimmt. Denn man muthet diesem nicht zu viel zu, wenn man annimmt, Eupolemos habe seinen Bericht etwa mit den Worten abgeschlossen: ayyaXov 6* ccvrco ens^ips Siä Nd&av^ das heisst feine Botschaft aber sendete ihm Gott durch Nathan*; Alexander aber habe, anstatt äyysXog in dieser allerdings selteneren Bedeutung zu fassen und anstatt §1cc Na&av zu lesen, das erste Wort für cBote, Engel* genommen, die letzteren zwei aber als Einen Eigennamen angesehen und so aus dem Propheten Nathan den Engel Dianathan gemacht, was um so leichter geschehen konnte, als er unmittelbar vorher von einer Engelserscheinung berichtet hatte. Dass dagegen dem Eupolemos selbst die Umstellung und Ineinander- Schiebung der zwei Berichte zuzuschreiben ist, kann nach dem oben (S. 114ff.) Bemerkten nicht als unglaubwürdig erscheinen. — Abweichungen von der Bibel finden sich bei Eupolemos häufig genug, aber undenkbar ist, dass er von der Heldenzeit der Richter Nichts gewusst und Nichts berichtet habe. Wenn wir demnach (447b) lesen, dass Samuel nach Josua xavTa) Prophet geworden sei, so kann damit keine unmittelbare Aufeinanderfolge gemeint sein. Eupolemos hatte sicherlich nach der Erwähnung Josua’s noch Manches über die nachfolgende Zeit berichtet, was Alexander, sei es absichtlich oder unabsichtlich, in seinem Excerpt unterdrückt haben muss. Auf eine Lücke gerade an diesem Orte weist ein anderer Fehler in demselben Fragment (447 d) hin. Hier soll David rin Gegenwart des Hochpriesters Eli0 seinem Sohne Salomo die Regentschaft übergeben haben. Dass Eupolemos selbst einen so gräulichen Fehler begangen habe, ist nach dem im Texte über seine Bibelkunde Nachgewiesenen schwer zu glauben. Wahrscheinlich hatte er den Namen des Hochpriesters gar nicht genannt, und Alexander ergänzte irrig Eli, weil früher von diesem gesprochen war — was denn das Vorhandensein einer durch Alexander’s Scheere entstandenen Lücke nach der Erwähnung Josua’s durchaus bestätigen würde. Dass Alexander nun in der That zahlreiche Aenderungen am Texte seiner Vorlagen sich erlaubt hat, lässt sich noch durch andere Belege erweisen. Die Uebereinstimmung der Fragmente mit den Briefen hat sich in den verschiedensten Beziehungen klar herausgestellt; in Einem Punkte aber zeigt sich eine auffallende Verschieden-

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