Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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120 43 (28)) mitpfixGvqftaTa übersetzt. Wenn er Cedern- und Cy pressenholz (£vla xsdqiva xal xvnaqiaatva) für den Tempel verwendet sein lässt (447 d. 450 a. c), so hat er das ארן und ברוש des hebräischen Textes (I Kön. 5, 22 (8). 24 (10). 6, 15 II Chr. 2, 7. 3, 5) richtiger übersetzt als die LXX, welche ברוש bald in xsSqog bald in nevxr\ übertragen. Auch seine Chronologie zeigt ein aus Angaben des hebräischen und griechischen Textes gemischtes System12. Wenn er aber den Namen Jerusalem von einem griechischen Worte ableitet — er erklärt es (451b) als isqov ^oXofioovog—, so wird hierdurch weder seine Unkenntniss des Hebräischen, noch, wie Kuhlmey behauptet (p. 23), seine heidnische Herkunft erwiesen. Denn derartige etymologische Spielereien sind selbst von Schriftstellern beliebt worden, denen die Kenntniss des rechten Sachverhaltes nicht abgesprochen werden kann*). Hat nun im Voraufgeh enden das exegetische Verfahren des Eupolemos auch oft genug Anlass zu gerechtem Tadel dargeboten — und die Vergleichung der Fragmente mit den ganz ähnlich klingenden Briefen beweist, dass wir hier den echten Eupolemos vor uns haben —, so muss doch ein besonnenes Urtheil sich hüten, ihm Fehler aufzubürden, die offenbar seinem Bearbeiter Alexander zur Last fallen. In der Vorgeschichte des Tempelbaus (447 c—d) sehen wir zwei verschiedene biblische Erzählungen in einander geschoben. Auf einen der Chronik (I 21, 25 f.) nach erzählten Bericht von der Engelserscheinung bei der Tenne Aravna’s (ßovl^ofuvov — sv cIsqo־ aoXv^ioig) folgt ein von der Bibel früher (1 Chron. 17) gegebener •Bericht von David’s Plan, den Tempel zu bauen und der Verhinderung desselben durch den Propheten Nathan {xal xslsvsiv— yJdoiva). Statt des Propheten Nathan aber tritt hier ein Engel JidvaOav auf, '״') Josephus giebt■ dieselbe unsinnige Etymologie von Jerusalem wie Eupolemos (b. J. VI10), obgleich er anderswo mit Recht eine ähnliche verspottet (c. Ap. I 35). Er deutet auch sonst auf Grund griechischer Schreibung hebräischer Namen (Ant. II 9, 6). Philon leitet hebräische Worte ungemein häufig von griechischen Worten ab: Lea von Islos I 77. 523, Chavila von sv i'lscog I 56, Pischon von <pu8£6&(u I 56, Pithom von* 71ci&81v I 632 Mang. Dasselbe Verfahren finden wir bei griechischen Schriftstellern, wofür bloss auf Diodor’s, Plutarch’s und Philon’s, des Bybliers, zahllose Ableitungen ägyptischer und phönikisclier Götternamen hingewiesen sein mag. Im Talmud sind derartige Etymologien ebenfalls nicht selten (Sachs Beitr.IS. 30. 34; Zunz G. V. S. 327). Ferner gilt Isqov als Etymon für Jerusalem auch bei christlichen Schriftstellern (s. Suicer s. v. ^IsQovoaXr^i).