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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1875-01-01 · 1875 · page 17

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1875
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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119 Das Verhältniss Eupolemos’ zum Text der Bibel ist in den Fragmenten dasselbe wie in den Briefen. Hauptquelle ist hier wie dort die Chronik. Dass ein Engel den Ort des Heiligthums David gezeigt habe, weiss er (447 c) allein aus I Chr. 22, 1; H Chr. 3, 1. Die Begründung der Aufschiebung des Tempelbaus durch den Hinweis auf das viele Blut, das David vergossen habe, giebt er (447 c) ganz nach I Chr. 28, 3. Dass schon David alles zum Bau Nöthige habe herrichten lassen, berichtet er (447 d) nach I Chr. 22 und 28. Auch dass das Material auf dem Seewege über Jope nach Jerusalem gebracht worden sei (449 d), kann er bloss aus H Chr. 2, 15 erfahren haben. Bisweilen sind jedoch auch die Königsbücher benutzt worden. Die innere Bekleidung des Tempels (450a) ist nach I Kön. 6, 15, die Errichtung eines in mehreren Etagen aufsteigenden Anbaues, den er mit den LXX svds&jjux; nennt (das.), ist nach I Kön. 6, 14 beschrieben worden. Auch die Breite der Vorhalle, die unter oixoöo^fj (das.) allein verstanden sein kann, wird nach I Kön. 6, 3 auf 10 Ellen bestimmt. — Ueberall — in den Briefen wie in den Fragmenten — ist die Benutzung der LXX zu erkennen*״')*, deutlicher als in den Briefen aber zeigt sich hier, dass Eupolemos auch eine gewisse Kenntniss des Hebräischen gehabt und den Urtext der Bibel ab und zu benutzt haben müsse. Er übersetzt und erklärt auf eigene Faust die von den LXX unübersetzt gelassenen hebräischen Worte: אולם (I Kön. 6, 3) ist durch 01x060(17! (450a), שרשרות (H Chi*. 3, 16) durch aXva 1800x01 (451a) erklärt*, גלות (I Kön. 7, 41 (27). II Chr. 4, 12) wird mit 8axxvX101 (das.), כלכנות (I Kön. 7, 16 (4). 7, *) Ausser dem oben (S. 108.114.118.119) gelegentlich Bemerkten vergleiche man: c. 30 Anf.: nrj^ai xs xrjv isgav 6xr\v7\v iv ZhqXol mit Jos. 18, 1: xcd 8717} £av ixst x7\v 6717}V7}V xov (iciQxvQiov; 450 a: ovxco 0lx080p>7)6avxu gvlcoßca sßco&sv (s. Anm. 11) xs8giv01g fgvXoig mit I Kön. 6, 15: xcd <px080(1r]68.. eßcoQ’ev 81a gvXcov xsSgivoov und II Chron. 3, 5: xcd xov olxov i^vXcoßs QuXoig xsSgivoig; 451a: xcd 7tg06xgs(id6ca sxa- 6x7] diTtxvC xcodcovag %aXx ovg xsxgaxoßiovg mit II Chr. 4, 13: % cd v.cödcovctg %gv60vg xsxgccxoöiovg slg xcc 8vo 8171rua* 450b 6xr\6ca 85 avxovg (sc. xovg ßxvXovg) ov (isv ix 8s£lc6v ov 8s svcovv(1cov mit II Chron. 3, 17: xcd s6x7\6s xovg 6xvX0vg.. svcc ix 8s£uav xcd xov sva i'g svcovv(1cov. Zahlreiche auch seltene Eigennamen £Ir]60vg} Navij, 2cl(lov7\X, 2aovX-og, ־HXsl), die meisten Kamen der Tempelgeräthe (6xvX01, Xv%vicu und Xv%vol, öxrjvr] xov (lagxvgiov (450 c), Xovx7]g %ctXxovg (450 d aus Exod. 30, 18), ßcL6ig %clXx7] aus II Chron. 6, 13, xißcoxog, ßm(L0g, frv6w6x7]g10vy sv8s6(10g sind den LXX entlehnt. Die meisten codd. der LXX von Josua schreiben 271X67, in anderen Büchern überwiegt die Form 271X67(.1; dem entsprechend schreibt Eupolemos in der Geschichte Josua’s 27}Xco (c. 30 Anf.), später aber 27}Xc0(l (c. 34. 451b).

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