Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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110 von Barbarismen strotzende Stil: alles dies verräth den nichtgriechischen, und man darf genauer sagen, den judäischen Schriftsteiler, der nur oberflächlich vom Geiste der griechischen Litteratur angehaucht, überall bestrebt ist, seinen Gott und seine Nation, das Heiligthum und die Geschichte Judäas zu verherrlichen, und der um dieses Zweckes willen selbst vor verwegenen Erfindungen und kecken Aenderungen der biblischen Ueberlieferung nicht zurückschrickt. Schwer begreiflich ist, wie trotz dieser so scharf hervortretenden Eigenart Eupolemos für einen Heiden oder für einen Samaritaner hat angesehen werden können. Doch wie, wenn die Authentie der Briefe selbst bestritten werden könnte? wenn sie nicht dem Eupolemos angehörten, sondern einer ungenannten Quellenschrift entlehnt wären, einem Apokryphon etwa, wie Ewald (IH3 305) vermuthet? Ist nun auch in den uns erhaltenen biblischen Apokryphen keine Spur der Uebereinstimmung mit diesen Briefen aufzufinden, so bestätigt doch das Zusammentreffen mit einem anderen übel beleumundeten Schriftsteller den ausgesprochenen Verdacht und macht fürerst die Verwerthung der gewonnenen Ergebnisse unstatthaft. Eine Vergleichung der Briefe des Eupolemos mit der Trugschrift des Aristeas ergiebt nämlich, dass zwischen ihnen eine unverkennbare Verwandtschaft besteht. Die Lieblingsausdrücke des falschen Aristeas wendet auch der Verfasserder Briefe an־*); viele Redewendungen sind beiden gemein•, in einigen Sätzchen zeigt sich eine fast wörtliche Uebereinstimmung. Man vergleiche: Eupolemos 448 c (vgl. 449 c): c'Afj1a tw avayvmvai %f\v naqä Gov sniGxoXf^v G(po§qa €%dqr[V xal Xa\mqav qfiäqav ijyayov iym xs xal f\ dvvafilg fxov naGa xxX. 448d: tpqovxiGov dh...1va anoxaxaGx a&mGiv sig xijv lölav mg uv ano xf\g yjqsiag ysv6\Ji8v01. Aristeas 21, 25 Schm.: Xaßovxsg xf\v naqä gov sni- GxoXfjv fisydXoog iyaq^^x sv xal Gvvayayovxsg xo näv nXrj&o g naqaveyvm{18v xxX. 22, 24: xaXmg ovv n01f\Gs1g nooGxaiag^mg dv ij fJLsxayqacpij yävqxai xmv ßißXimv, Yva näXiv ano־ xaxaGxad'mGi nqog fjfjiäg. Es findet sicli unter Anderem 6 [ityLGzog ׳fi’fog 448b 16, 24. 20, 25 Schm.; 71ccQala11ßdv£1v zr\v ßaödsCccv 448 a. c. d. 449 c 20, 20;?ן Cdicc (für %cczglg) 448 d 36, 19; aTto'Aa^LGzdvai 448d 22, 25. 65, 18 und sonst; %0Qrlysl6d'a1, 449a. b. d 59, 13. 66, 21 und sonst; %Qsla 448b. d. 449 a 14, 28. 34, 4 und sonst; cog dv mit dem Particip 448 d 19, 14. 30, 8. 33, 10. 64, 15 und sonst.