Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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109 aber enthält 10 so können nicht die LXX, sondern mir der fehlerhafte oder flüchtig benutzte hebräische Text von II Chr. 2, 9 (10) diese Erklärung veranlasst haben; denn die LXX haben selbst schon das hebräische Maass in ßsxqa verwandelt. So zeigt sich in diesen Briefen ein ähnliches Yerhältniss zur Bibel, wie beiJosephus; denn auch dieser folgt in seiner Bearbeitung der biblischen Zeit zumeist den LXX, ohne jedoch, wie andere Hellenisten, den hebräischen Text gänzlich zu verschmähen. — Viel schlechter aber als selbst in den schlechtest geschriebenen Stücken der Josephischen cAlterthümer ist der Stil dieser Briefe. Derselbe ist incorrect und geschmacklos, wie ihr Inhalt; der Wortvorrath ein äusserst dürftiger, der Satzbau plump und wirr bis zur Unverständlichkeit. Für diese stilistischen Mängel kann es nicht als Entschuldigung gelten, dass gewisse Rhetoren für Königsbriefe eine ganz eigenartige einfache Redeweise vorschrieben־4'5־). Denn die stilistische Noth des Eupolemos zur rhetorischen Tugend zu erheben, hindert die Incorreetheit der Briefe, die kein Kanzleistil zu rechtfertigen vermag, und die Ungeschicktheit, welche den phönikischen König (c. 34) in treulicher Nachahmung des Aegypterkönigs und der LXX reden lässt. Um dies absprechenäe Urtheil in seiner ganzen Ausdehnung bestätigt zu finden, wird die Hinweisung auf den ersten Brief und auf folgende Sätzchen genügen: nsql ds wv yqdcpsig fiot ttsqi twv xcctcc xovg Xaoirg xovg 71ctQ* rßilv (c. 32. 448 c; c. 34. 449 c) oder vTzhq wv dv avxov sQwxrj&rig xtov vnb xbv ovQavov nccvtwv (c. 34. 449 c). So bestätigt denn Inhalt und Form dieser Briefe, welche die Hand der Ueberarbeiter nicht angetastet hat, das, was früher (S. 86f.) über die Abkunft des Eupolemos zu erhärten versucht worden ist. Der stolze Ton, in dem Salomo zu den Königen von Aegypten und Phönikien redet und der bescheidene, den sie ihm gegenüber anschlagen — sie nennen ihn übereinstimmend den Grosskönig —, die Hinweisung auf die vielen dem Salomo unterthänigen Landschaften, unter denen Samaria nicht fehlt, auf die Verehrung, welche der Gott der Hebräer bei den Heiden findet, die Benutzung der griechischen Bibelübersetzung und daneben des hebräischen Textes, endlich der *) Philostrat. vit. sophist. II 33, 3 : avto%Qa.x(QQ yaq oizote im6tsXX0t 8 ע׳סst 8vxh)n׳r}t1c1T(0v ovd’ tn1%8LQ7i6mv, uXXu öot-rjg, 0v8’ <xv äaarpsiag, t7ts1drj vopovg cpd'eyyszca, acccprjvsia ds hQiirjvsvg vofiov.