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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1875-01-01 · 1875 · page 4

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1875
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720963--003-2722799
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106 Fragmente übrig geblieben. In der Zwischenzeit muss die Kunde griechischer Litteratur viel tiefer in die Kreise des jüdischen Hellenismus eingedrungen sein, als wir für Demetrios’ Zeit yoraussetzen dürfen. Hat die bessere Kenntniss griechischer Muster Eupolemos vor den Fehlern des Demetrios geschützt, ohne dessen Vorzüge ihm zu nehmen? Doch ehe wir über Eupolemos und seine Leistungen ein Urtheil wagen, müssen wir uns fragen, ob wir zu diesem Urtheil berechtigt sind. Wie vielfach Alexanders Fahrlässigkeit seine Excerpte geschädigt hat, ist des öftern und auch an der dem Eupolemos beigelegten Schrift dargethan worden. Wer bürgt dafür, dass Alexander an den Fragmenten des Eupolemos sich nicht in ähnlicher Weise versündigt hat, wie er es an Eupolemos’ Namen durch die früher nachgewiesene Verwechselung mit dem samaritanischen Wirrkopf gethan hat? Wer lehrt uns hier, wie bei den Fragmenten des Dernetrios, die Ueberreste der Quellenschrift von den Zuthaten des Compilators scheiden und die Gestalt des Originalwerks wenigstens den Grundzügen nach in der gewaltsamen Verkürzung wiedererkennen, die es durch Alexander erlitten hat? Durch einen glücklichen Zufall wird dies ermöglicht. Unter den Fragmenten des Eupolemos sind uns (c. 31—34) vier Briefe erhalten worden, die, weil durch den Bearbeiter nicht verändert, sondern im ursprünglichen Wortlaut mitgetheilt, ein helles Licht über die Schreibweise ihres Verfassers verbreiten. Bei diesen Briefen wird die Untersuchung anzusetzen haben*, in ihnen findet sie den festen Standort, von dem aus die übrigen Fragmente klar erkannt werden können. Die zwei zwischen Salomo und dem Phönikischen Könige gewechselten Briefe (c. 33—34) sind rohe Bearbeitungen des biblischen Berichtes, wie ihn das zweite Buch der Chronik (2, 3f.) liefert״־*). Eupolemos giebt demselben eine neue, seiner eigenen Schrift angepasste Form, wie ähnlich Josephus (Ant. VIII 2, 6) verfährt, und ־״׳) Dass Eupolemos sicli viel enger an die Chronik als an die Bücher der Könige angeschlossen hat, ist nicht zu verkennen. Die Eulogie c. 34 stimmt wörtlieh mit LXX II Chr. 2, 11 (12) überein. Die Mutter des tyrischen Baumeisters ist bei Eupolemos aus dem Stamme Dan (oben S. 55) nach II Chr. 2, 13 (14). aber aus dem Stamme Kaphtali ist sie I Kön. 7, 14 (2). Eine Lieferung von Wein an die phönikischen Arbeiter kennt Eupolemos nur aus II Chr. 2, 9 (10). Sovqcov ist nur aus חו-רם in der Chronik, nicht aus חירם in den Büchern der Könige zu erklären.

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