Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1874
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 103)
- Language
- German
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101 Dinge Rücksicht genommen zu haben scheint (Synk. p. 610 Bonn.). Bemerkenswerth ist ferner, dass er einen mit dem des Pseudo- Eupolemos im wesentlichen übereinstimmenden Bericht über die Empörung des Titanen Belos gegen die Götter gegeben hat (Theoph. ad Autol. III 29). — Eine ähnliche Vermischung babylonischer, griechischer und hebräischer Elemente zeigt sich in den Angaben eines nur im ehr. Pasch, (p. 68) genannten JSspijQcoviog 6 Baßvlmviog o üsQ&rig. Ob in diesem räthselhaften Namen ein Samaritaner (2sß1jQ(6nog — 20p€- QÖviog) steckt, wie M. Niebuhr (a. a. O. S. 311) vermuthet, muss dahingestellt bleiben. — Dem Namen nach sei hier endlich noch der samaritanisch-griechisehen Bibelübersetzung, des 'laixaqsnixov^ gedacht, aus welcher die Kirchenväter spärliche Fragmente gerettet haben, sowie der dem Simon Magus beigelegten anoif.aaig^ aus welcher Schrift, einem Gemenge heidnischer, christlicher und hebräischer Anschauungen, Hippolytos (refat. haer. VI 7 f.) und Andere grössere Stücke mittheilen. So steht denn Pseudo-Eupolemos als Samaritaner nicht allein da unter den Hellenisten. Es fehlt ihm aber, wie an gleichgesinnten Stammgenossen, so auch nicht an Gegnern. Denn wie der poetischen Verherrlichung Sichems durch Theodotos die Phiionische versificirte Geschichte Jerusalems gegenüb ersteht, so scheint der echte Eupolemos, wenn nicht gegen den falschen Namensgenossen, so doch gegen die Samaritaner seine Geschichte geschrieben zu haben. Weil die Samaritaner nichtגlovdatoi, wohl aber cEßqaT01 oder 70*0 «j?- Xlrai sein wollten, (Juynboll a. a. 0. S. 10), gebrauchen Eupolemos und Artapanos, welcher ein Zeitgenosse von Eupolemos zu sein scheint, mit Ostentation nur den ersten, nie die letzteren Namen, eben um auch hierdurch ihre Vorfahren als echte Judäer hinzustellen. Der unbefangene Demetrios dagegen spricht nicht von 5lovSaToi, sondern von 'lGqar{k1%a1 (446 d), und ebenso gebrauchen Philon und Joseplius, bei denen der Gegensatz zu den Samaritanern wieder zurückgetreten ist, für die Zeit vor der babylonischen Gefangenschaft die Namen cEßqcu01 und 3IftqaviXi'cai (s. Jos. I 6, 4; XI 5, 7). Auch ein übler Anachronismus, die Erwähnung Samarias als einer zu Salomo’s Zeit von Judäa abhängigen Landschaft (c. 33) und die über die Mäassen ausgeschmückte Beschreibung des Tempels zu Jerusalem findet in Eupolemos’ Gegnerschaft zu den Samaritanern die leichteste Erklärung.