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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1874-01-01 · 1874 · page 101

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1874
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 101)
Language
German
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99 dass die samaritanische Bibelübersetzung nicht ohne dasselbe wichtige Hilfsmittel werde zu Stande gekommen sein. Die Thatsache der Benutzung der LXX und der Einreihung dieser Bruchstücke in das Sammelwerk Alexander’s liefert die Endpunkte, innerhalb deren die Lebenszeit des Samaritaners liegen muss. Eine genauere Bestimmung ergiebt sich vielleicht aus dem Nachfolgenden. — Ueber die Heimath des Verfassers lässt sieh nur das vermuthen, dass sie nicht Aegypten war, welches er, wie erwähnt, ersichtlich in den Hintergrund treten lässt, und dessen Beziehungen zu Abraham wohl auch ein Samaritaner, der in Aegypten lebte, stärker hervorgehoben hätte. Nichts steht dagegen der Annahme im Wege, dass er in einer der syrisch-phönikischen Griechenstädte gelebt hat. Ein Unicum annehmen zu müssen, ist immer misslich. Es ist daher für die Sicherstellung des bisher gewonnenen Resultates von Werth, dass sich unter den Excerpten Alexander’s die Ueberbleibsel einer zweiten samaritanischen Schrift vorfinden. Im c. 22 theilt Eusebios Auszüge aus dem Epos eines Theodotos mit, das ihm zufolge nsqI 3IovScdcov überschrieben war. Dass dieser Theodotos 0vielleicht ein Samaritaner* gewesen sei, ist Ewald nicht entgangen (Gesch. III3 338), und diese Vermuthung lässt sich zur Gewissheit erheben. Nicht ein Gedicht tzsqI 3lovSaimv, wie Alexander nach dem flüchtig erfassten Inhalt die mit Aufschrift wohl nicht versehene Schrift benannte, sondern eine versificirte Geschichte Sichems hat Theodotos geschrieben, wie dergleichen poetische Chroniken im alexandrinischen Zeitalter häufig waren. Wäre jene Bezeichnung richtig, wie hätte eine Beschreibung Sichems der Erzählung von den Erlebnissen Jakob’s bei Laban voraufgeschickt werden können? Erst nach dieser durfte eine Geschichte der Judäer über Sichern sprechendenn vor der Ankunft Jakob’s in Sichern erwähnt die Bibel nur Einmal (Gen. 12, 6) und ganz beiläufig dieser Stadt. Die Erlebnisse Jakob’s, die in einer Geschichte der Judäer den Hauptinhalt bilden mussten, werden als Einschiebsel in flüchtiger Kürze behandelt (426d f.); Alles dagegen, was auf Sichern Bezug hat, wird ausführlich geschildert. Die Hauptstadt der Samaritaner wird in schwungvollen Versen besungen und besonders ihre״ herrliche Lage gerühmt (426b); selbst Gestalt, Wuchs und 0untadliges Gemüth* der Dina verherrlicht die Phantasie des Dichters, weil ihr 7*

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