Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1874
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 93)
- Language
- German
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91 (419 a. 420 c) und andere, sowie die Namensform 3Aßqact^i (die auch 420c aus D herzustellen ist) beiden Fragmenten gemeinsam sind, sondern dass folgende Sätze zum grossen Theil wörtlich übereinstimmen. Anonymos c. 18: T0 v di ’Aßq ad *1 nqmxov fxiv eX&sTv sig <£0fvixx\v xal xovg *Poivixag daxqoXoyiav didd'E.aij vGxsqov di sic Al'yvrrxov rrccoaysvsG&cu. Ps. Eupolemos c. 17: Tovxov (sc. 3Aßqadp) sig (Doivixfjv iXdovxa xal xqondg ijXiov xal GeX^v^g xal xd äXXa ndvxa didä^avxa xovg <&0iv1xag svaqsdxriüai xxX. vtixsgov di 3AqfxsviQtig smaxqaxsvtiai ... xov 3Aßq aafi anaXXayryvaielgAYyvnx0 v xxX. Man darf nicht erwarten, je auf so kleinem Raume eine grössere Uebereinstimmung zwischen zwei verschiedenen Excerpten aus derselben Schrift anzutreffen. Denn nichts Anderes kann bei solcher Uebereinstimmung das anonyme Fragment sein, als ein nur noch stärker gekürzter Auszug aus der Schrift, die Alexander zuerst unter falschem TiteLdem Eupolemos beigelegt hat, deren Verfasser aber, seiner späteren Angabe (c. 18) zufolge, ihm unbekannt war. Die Verwirrung entstand etwa in folgender Weise: Alexander hatte ein ziemlieh ausführliches Excerpt aus eines ungenannten Samaritaners Schrift angefertigt. Dasselbe gerieth unter die ebenfalls von ihm bearbeiteten Fragmente eines argen Gegners der Samaritaner, des Eupolemos, was bei der unendlichen Zahl seiner Excerpte und der hinlänglich erkannten Flüchtigkeit seiner Arbeit nichts Unwahrscheinliches hat. Als er bei der Ausarbeitung seiner Schrift über die Juden» einen Auszug aus dem Anonymos vermisste, fertigte er ein zweites kürzeres Excerpt an und bezeichnete es, der Wahrheit gemäss, als einer anonymen Schrift entnommen. Beispiele ähnlicher Gedankenlosigkeit des Polyhistors, die um den Inhalt der Auszüge sich nicht im mindesten kümmert, haben uns die Fragmente des Demetrios ergeben; Belege für derartige Unordnung unter den Papieren eines Epitomators hat uns Eusebios geliefert. Die zwei Fragmente des ungenannten Samaritaners sind, neben spärlichen Resten einiger später noch zu erwähnenden Schriften, die einzigen Ueberbleibsel der älteren samaritaniseh-hellenistischen Litteratur. Als solche haben sie einen Werth, den ihr innerer Gehalt nicht ansprechen kann. Sie sind urkundliche Beweisstücke für die Existenz eines samaritanischen Schriftthums in vorchristlicher