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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1874-01-01 · 1874 · page 91

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1874
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 91)
Language
German
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89 Nicht bloss zwei Sätzchen, sondern das ganze erste Fragment ist von den übrigen Bruchstücken des Eupolemos abzusondern und einem anderen Verfasser beizulegen. Jenes ist von einem Samaritaner geschrieben worden; diese können nur einem Judäer angehören. Welcher von beiden aber ist der echte Eupolemos? Welcher von beiden trägt diesen Namen mit Unrecht? Alexander nennt Eupolemos bei dem ersten, wie bei den übrigen Bruchstücken; aber nur das samaritanische Fragment soll einer Schrift 71601 3Iovdccioov entnommen sein; die übrigen Stücke sollen Theile von Werken sein, denen Eusebios (c. 30 Anf.) und Clemens (a. a. 0.) ganz andere Titel — 71sql vqg גHXlov TcqoyrjTeiag und Tteql xmv sv נlovdaia ßaailsoöv — geben. Die Vermuthung liegt nahe, dass der Samaritaner und der Judäer den gleichen Namen geführt und dass dieser Umstand zu einer Verwirrung Anlass gegeben habe, deren sich Alexander noch nicht, wohl aber schon Josephus, Clemens und Eusebios, die nur von Einem Eupolemos wissen, schuldig gemacht haben. Doch wie viel Verlockendes auch diese Annahme hat, die jede Schwierigkeit heben und erklären würde, berechtigt ist sie nicht. Alexander selbst hat dem Geschichtswerke, dem er das samaritanische Stück entnahm, eine falsche Aufschrift gegeben. Er bezeichnet es als eine Schrift nsqVlovdaiwv. Aber kein Samaritaner würde einer Geschichte seiner Vorfahren diesen Titel geben. Denn cSchomrim5, 'Israeliten5 oder 'Hebräer3 nennen sie sich, niemals cJudäer3, welchen Namen sie allein ihren jüdischen Gegnern beilegen. Darum erklären sie selbst vor Alexander dem Makedonier, dem sie doch als Stamm* genossen der Juden zu erscheinen wünschten, sie seien Hebräer, nicht Judäer (Jos. Ant. XI 8, 6). Der Name 3lovSaToi findet sich daher nicht in dem Texte des ersten Bruchstücks, sondern nur in der vom Polyhistor herrührenden Aufschrift und in allen übrigen von jüdischer Hand geschriebenen Fragmenten (c. 26. 30. 33. 34. 39. Clem. Alex. str. I p. 403), für deren nicht-samaritanischen Ursprung hierdurch ein neuer gewichtiger Beweisgrund gewonnen ist*). — #) Ueber die Namen der Samaritaner s. Juynboll comm. in hist. gent. Sam. p. 10f. Der Name 5Iovdatoi sichert auch die Fragmente des Artapanos als nichtsamaritanischen Ursprungs (c. 18. 27 sehr oft). Demetrios ist als Nichtsamaritaner schon daran zu erkennen, dass er Salem (Genes. 3318 י) nicht als Eigennamen ansieht (423 d), wie die Samaritaner es thun, und dass er die Eroberung Samarias

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