Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1874
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 84)
- Language
- German
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82 schäften frei war, die nur einem heidnischen oder durch heidnische Bildung innerlich umgewandelten Leserkreis behagen und nur bei einem Schriftsteller hervortreten konnten, der selber fremden Einflüssen verfallen war. Und doch, wer den bestrickenden Zauber kennt, den hellenische Cultur seit den makedonischen Eroberungen auf Sitte. Lehre und Schriftthum der orientalischen Völker ausübte; wer beachtet, wie tiefe Wurzeln selbst in Palästina das Griechenthum seit dem dritten Jahrhundert geschlagen hat, der darf es an Demetrios rühmen, dass er der falschen Richtung der Zeit nicht unterlegen ist, dass er jedes unlautere Mittel, Interesse zu erregen verschmäht und lieber eine ärmliche, aber wahrhafte Chronik, als eine prunkende und lügnerische Geschichte geschrieben hat. Ein ungenannter samaritanisclier GescMclitsclireiber. Wenn Jemand die Eehlbarkeit und Unsicherheit historischer Kritik durch die Widersprüche, in denen sie sich nur zu oft bewegt, erweisen wollte, so könnten die durch Alexander erhaltenen Fragmente des Eupolemos die treffendsten Belege liefern*, denn es lassen sich kaum grössere Widersprüche denken, als seit achtzehnhundert Jahren über den Verfasser dieser Fragmente zu Tage getreten sind. Für einen Heiden hält ihn Josephus (c. Ap. I 23} und ihm folgend Eusebios (pr. ev. 1X42). Einen Juden sieht in ihm Ciemens (str. I 21. 403 Pot. vgl. Eus. h. e. VI 13), und dieser Ansicht schliesst sich Hieronymus an (de vir. ill. c. 38). Von neueren Forschern erklärt Gerard Voss ihn für identisch mit dem heidnischen Taktiker gleiches Namens (de hist. Gr. p. 441 West.); sein Sohn Isaak Voss dagegen erblickt in ihm den in den Makkabäerbüchern genannten Genossen des Juda Makkabäos (de LXX interpr, p. 2. 87 und sonst). Dass er unmöglich ein Jude sein, dass er niemals die heilige Schrift gelesen haben könne, behauptet Humphrey Hody in seiner Epoche machenden Schrift über die LXX (de bibl. text. orig. p. 106), während sein Gegner Masson erklärt, die Bruchstücke des Eupolemos enthalten Nichts, was nicht der heiligen Schrift entnommen sei und nicht den Juden verrathe (hist. crit. p. 29). Von allen seinen Vorgängern abweichend, stellt ihn Valkenaer in seiner schon genannten diatribe (p. 18. 24) neben den falschen Aristeas, den falschen Hekatäos und andere Hellenisten jüdischer Abkunft, die in trügerischer Absicht ihren Schriften die Namen heidnischer